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Wohnen in Sande Idee für Baugebiet löst positives Echo aus

Sande/Mariensiel - Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit doch ein Neubaugebiet in Sande. Aktuelles Problem: Es steht schlicht kein Bauland zur Verfügung – die Nachfrage läuft ins Leere. Und die Pläne der Volksbank Jever, auf der Friedhofserweiterungsfläche ein Baugebiet auszuweisen, sind gescheitert.

Auf Antrag der Gruppe Bürger für Sande (BfS) und CDU soll nun aber das „Sondergebiet Sport- und Spielfläche Bulsterdeich“ in Sanderbusch aufgegeben und zur Bebauung freigegeben werden. Möglicherweise könnte dort auch ein Tiny-House-Konzept umgesetzt werden.

Vorteil: Durch Wegfall derBahn wird’s ruhiger

Die Fläche von 1,3 Hektar war im Jahr 2000 im Zuge der Ausweisung eines Neubaugebietes und angesichts aufkommender Trendsportarten wie Inlineskating und Streethockey für die Einrichtung entsprechender Anlagen vorgesehen worden, dann aber zugunsten einer Anlage im Ortskern aufgegeben worden.

Bisher eignete sich das Gelände zur Bebauung auch wenig, weil es zwischen dem viel befahrenen Oldenburger Damm/L 815 und der innerörtlichen Bahnlinie liegt. Mit Inbetriebnahme der Bahnumfahrung fällt aber der Bahnverkehr weg.

Gemeinde soll Gespräche mit Eigentümer führen

Die Idee des Baugebiets fand parteiübergreifend Zustimmung, allerdings liegt die Fläche nicht im Besitz der Gemeinde. Nun soll von der Verwaltung erst einmal geklärt werden, ob die Landeskirche als Eigentümer einem Verkauf für eine Wohnbebauung oder einer Verpachtung für die Umsetzung eines Tiny-House-Konzepts zustimmt.

Nachverdichtung in Mariensiel?

Die Gruppe BfS/CDU brachte weiterhin einen Antrag ein, eine Nachverdichtung der Bebauung im Bereich der Fortanlage Mariensiel vorzunehmen. Um diesem Wunsch zu entsprechen, müssten gleich zwei Bauleitverfahren angeschoben werden, erklärte Nadine Stamer von der Gemeinde Sande.

Zudem war erst im vergangenen Jahr beschlossen worden, in diesem Bereich keine weitere Bebauung zuzulassen, um den freien Blick auf die historische Fort-Anlage zu erhalten und um Eingriffe in den Außenbereich auszuschließen. Eine Wohnbebauung soll auf die Randbebauung der Umfangstraße beschränkt bleiben. Weitere Bebauung in Mariensiel sei grundsätzlich problematisch, erklärte Frank Behrens (SPD), denn dafür fehle die Infrastruktur wie Kindertagesstätten, Einkaufsmöglichkeiten und eine Busanbindung. Zudem gebe es einen alten Baumbestand, der nicht gefährdet werden solle.

Vorwürfe von Michael Ramke (SPD)

„Hier ist auch ein Fledermausbestand von regionaler Bedeutung nachgewiesen“, erklärte Madeleine Zaage (Grüne). Michael Ramke (SPD) zeigte sich sehr verwundert, dass von der Seite, die beim „Wäldchen“ sehr um den Naturschutz bemüht gewesen sei, dieser Aspekt nun außer Acht gelassen werde. Zudem warf Ramke der BfS/CDU-Gruppe vor, private Interessen zu verfolgen, weil ein Mitglied der Gruppe mit dem Grundstückseigentümer verwandt sei. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

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