Sande - Die rechtlichen Voraussetzungen sind geschaffen. Die Änderung des Bebauungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände nördlich des Ems-Jade-Kanals kann nun in Angriff genommen werden. Entstehen soll ein hybrider Energiepark. Die Schloss-Gödens-Gruppe will dort – im Gebiet des Windparks und auf daran angrenzenden Flächen – eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 95 Megawatt errichten.
Bisher Gelände als reiner Windpark
Bisher wird das Gelände als reiner Windenergiepark genutzt. Bauherr Maximilian von Wedel hatte das Projekt kürzlich im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde vorgestellt, bei einer Enthaltung fand es ansonsten breite Zustimmung bei den Ausschussmitgliedern.
Bereits im Gemeinderat war dem Projekt grundsätzlich mehrheitlich zugestimmt worden. Kritik gab es allerdings auch: Die Flächen werden bisher von Landwirten als Weideland genutzt. So hochwertiges Land wie am Ems-Jade-Kanal sei in Friesland selten. Diese Flächen für Photovoltaik zu nutzen sei wenig sinnvoll, erklärte Reemt Borchers (CDU).
Zwei Bebauungspläne müssen geändert werden
Es müssen gleich zwei Bebauungspläne angefasst werden, um auf dem 69,5 Hektar großen Gelände neben dem Windpark auch Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu ermöglichen. Für beide Pläne werden eigene Verfahren benötigt, die im Ausschuss für Bauen, Planung und Umwelt sowie im Verwaltungsausschuss befürwortet wurden. Das rechtliche Verfahren wird nun eingeleitet, in Kürze soll auch die frühzeitige Bürgerbeteiligung stattfinden. Ob es dazu eine Informationsveranstaltung geben soll oder ob das nur schriftlich möglich ist, steht noch nicht fest.
