Sande - Warum junge Mädchen jede Woche in ein Altenheim gehen, sich dort mit den Senioren unterhalten und den Bewohnern, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, einen Ausflug ermöglichen?

Ganz einfach weil die Arbeitsgemeinschaft angeboten wurde und weil ich neugierig war, sagt Melina Bülthoff. Sie gehört zu einer Gruppe von Schülerinnen aus der 9. und 10. Klasse der Schule am Falkenweg in Sande. Diese Gruppe, etwas altbacken Rollstuhl-Ausfahrdienst genannt, verbringt jetzt jede Woche eineinhalb Stunden mit den Senioren aus dem Alten- und Pflegeheim An der Graft in Sande.

Auch wenn der Name gewöhnungsbedürftig ist: Die jungen Leute sind mit viel Energie und Neugier dabei. Ins Leben gerufen wurde die AG, zu der Kiana Brandt, Melina Bülthoff, Imke Harms, Maike Meyer, Jennifer Rothe, Saskia Sahada, Dana Schütz, Kati Sundermann und Sarah Schwitters gehören, durch das Sander Bündnis für Familie.

Die Idee hatte Waltraud Richter. Die 81-Jährige erlebte den Umzug einer Bekannten ins Altenheim, die plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen war und in der Folge gerne bei Ausflügen am Leben im Ort teilgenommen hätte. Weil die Verwandten weit weg wohnten konnten aber nicht viele Spaziergänge stattfinden.

Waltraud Richter kam die Idee, eine Besuchsgruppe ins Leben zu rufen, die mit den Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen waren, spazieren gingen. Doch das sei rechtlich enorm kompliziert gewesen und hatte sich zerschlagen. Die Idee lebte erst im Bündnis wieder auf und Koordinatorin Manuela Mohr fand Wege der Realisierung.

Mehr lesen Sie in der Wochenendausgabe der Wilhelmshavener Zeitung.