Sande - Mit dem großen Besucherzuspruch zum ersten Weihnachtsmarkt in Sande seit fast zehn Jahren hatte René Janßen nicht gerechnet. Der junge Schausteller, seit diesem Jahr zweiter Vorsitzender des Schaustellerverbands Wilhelmshaven, wagte mit seinem Onkel Jürgen Seelenhorst, der in Sande wohnt, einen Neuanfang des vorweihnachtlichen Treibens. An den Nachmittagen erhielten die Gäste Besuch von Schneemann Olaf, bekannt aus dem Film „Die Eiskönigin“. Auch der Weihnachtsmann ließ sich blicken, beschenkte die Kleinen mit Mandarinen, Nüssen und Schokolade.
René Janßen und Jürgen Seelenhorst, die auch am Sander Markt und Siedlerfest Cäciliengroden teilnehmen, möchten auf jeden Fall 2020 erneut einen Weihnachtsmarkt in Sande anbieten. Das Konzept habe den Verantwortlichen im Rathaus gleich zugesagt, erklärte René Janßen, der nächstes Jahr dafür noch mehr werben möchte. Er hatte eine „Gaudihütt’n“, knapp 30 Tannenbäume, eine Krippe sowie eine Getränkebude und eine Minibahn für Kinder mitgebracht. Es sei eine kleine Herausforderung gewesen, dies alles zwischen Montag und Freitag in Rastede ab- und in Sande wieder aufzubauen.
Einige Hobbykünstler hatten sich in den Hütten auf dem Rathausplatz eingefunden. Darunter war Helga Legrand aus Schortens, die Glückwunschkarten und Kalender mit eigenen Fotos verziert hatte, außerdem Halsketten, Armbänder und Schlüsselanhänger und sogar Hundeleckerlis aus eigener Herstellung anbot. Und Amaretto- und Spekulatiuslikör passten natürlich gut zur Jahreszeit, fand die gebürtige Sanderin, die sonst auf Märkten in den BBS Wilhelmshaven und im Wellenbad Hooksiel verkauft.
Für Andreas Mahler aus Sande war es die erste Marktsaison, allerdings der vierte Hobbymarkt, auf dem er seine Kunstwerke aus Metall präsentierte. Weinflaschenständer, ineinander verbundene Herzen, Schneemänner und natürlich Rudolf mit der roten Nase gab es da zu bewundern. Alles aus früheren Hufeisen geschweißt, die er von Pferdeliebhabern erhielt, versicherte der Künstler.
