SANDE - Nur weil etwas zum alten Eisen gehört, muss es noch lange nicht auf den Schrott: Zum Beispiel Sandes langjährige Straßenlaternen entlang der Hauptstraße, die so genannten Peitschenmasten. In den zurückliegenden fünf Jahren sind bereits 29 der alten Masten gegen moderne und sparsamere Laternen ausgetauscht worden. Nun sollen die letzten acht Masten zwischen dem Modegeschäft Wübbenhorst und dem Bahnübergang Sanderbusch folgen. Rund 17 000 Euro sind für den Abschlussauftrag im Sander Haushalt veranschlagt.

Doch das Geld würde Ratsherr Frank David (FDP) angesichts der desolaten Finanzlage der Gemeinde lieber sparen und die Laternenerneuung erst mal aufschieben: „Die alten feuerverzinkten Masten sind nicht mehr die schönsten, aber die sind doch technisch noch o.k.“, so David im Ausschuss für Straßen, Wege und Feuerlöschwesen.

Das sehen SPD und CDU prinzipiell genauso, „aber wir werfen die alten Laternen ja nicht weg“, so Folkert Feeken (CDU). „Wo Bedarf besteht, können die jederzeit wieder aufgestellt werden.“ Erich Janßen (SPD) wies zudem auf das einheitliche Erscheinungsbild entlang der Hauptstraße hin.

„Bei uns wird nichts weggeschmissen, wenn es noch zu gebrauchen ist“, erklärte auch Bauamtsleiter Bernd Eickhoff. Die alten Masten werden im Bauhof zwischengelagert. Der Ausschuss votierte schließlich mehrheitlich für die Erneuerung.