SANDE - SANDE - Bunte Farben, starker Inhalt: Die Kinder kamen gestern persönlich ins Sander Rathaus, um sich zu bedanken. Das taten sie mit einem selbst gestalteten Bild, das die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde zum Thema hatte. Dieser Zusammenarbeit haben sie es nämlich zu verdanken, dass es jetzt endlich mit der Ferienbetreuung für Kindergarten- und Grundschulkinder so gut klappt.
Die vierwöchige Urlaubszeit in den Kindergärten Cäciliengroden und Neustadtgödens sowie die sechswöchigen Schulferien machen vielen Eltern schon lange Kopfschmerzen. Vor etlichen Jahren bildete sich eine Elterninitiative, die für Kindergartenkinder eine Betreuung in den Jugendräumen der evangelischen Kirchengemeinde anbot. Unter der Federführung von Ulrike Oncken-Röben, Vorsitzende des Gemeindeelternrates der Kindertagesstätten, und der Vorsitzenden des Schulelternrates der Grundschule Sande, Dörte Hacke, entstand jetzt eine optimierte Form der Betreuung, bei der erstmals auch die Schulkinder einbezogen werden. Zudem konnten in den Sozialassistenten Kerstin Schönbohm und Marten Rohr Fachkräfte zur Betreuung gewonnen werden.
„Das alles konnten wir nur verwirklichen, weil uns die Kirchengemeinde und die Gemeinde Sande so gut unterstützt hat“, sagte Ulrike Oncken-Röben. Finanziert wird das Ganze mit einem Elternbeitrag, angelehnt an den Kindergartenbeitrag, sowie mit Zuschüssen von Gemeinde und Kirche. Insgesamt 22 Kinder im Alter von vier bis neun Jahren werden jetzt hier betreut. Dabei teilt sich die Betreuung auf: In der ersten und vierten Ferienwoche wurden die Kinder vom evangelischen Kindergarten Sande aufgenommen, der nur zwei Wochen Urlaub macht. In dieser Urlaubszeit wurden die Kinder in den Jugendräumen von den Sozialassistenten betreut.
Über ihr abwechslungsreiches Programm berichteten gestern die Kinder. Vom Einkaufen und Backen fürs Frühstück bis zum Fußball war alles dabei und die Kinder hatten viel Spaß, während die Eltern mit ruhigem Gewissen ihrer Berufstätigkeit nachgehen konnten. 2006 soll es diese Art der Kinderbetreuung wieder geben, versprach der Bürgermeister schon jetzt.
