Sande - Das Ende Juli gestartete Bürgermobil der Gemeinde Sande wird bislang noch sehr wenig genutzt. Gerade mal 39 Fahrgäste beförderte der ehrenamtlich betriebene Linienverkehr mit einem Neunsitzer-Kleinbus im August und brachte Einnahmen von 76,60 Euro. Im September nutzten sogar nur 20 Fahrgäste das Bürgermobil und lösten Fahrkarten für 32,25 Euro.
Diese Zahlen nannte Manuela Mohr vom Sander Bündnis für Familie am Dienstagabend im Sozialausschuss der Gemeinde, als sie einen ersten Zwischenbericht zu dem noch jungen Projekt vorstellte.
Doch weder Manuela Mohr noch die Ratsvertreter wollen sich von diesen bislang „sehr enttäuschenden Zahlen“ entmutigen lassen. „Jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit mit Regen und Kälte, dann wird das Angebot sicher auch mehr genutzt“, sind Fachbereichsleiter Hans-Hermann Tramann von der Gemeinde Sande wie auch Uwe Wispeler (SPD) und Kirstin Pöppelmeier (Grüne) überzeugt.
Wie berichtet, soll das Bürgermobil für mehr Mobilität in den Ortschaften zu sorgen, die vom öffentlichen Personennahverkehr gar nicht oder nur unzureichend versorgt sind. 13 ehrenamtliche Fahrer stehen im täglichen Wechsel bereit, um ihre Fahrgäste montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr zwischen Sande und den Ortsteilen hin- und herzubringen. Am stärksten frequentiert werde das Angebot in Dykhausen, so gut wie gar nicht genutzt werde es dagegen in Cäciliengroden und Altgödens. Ziele in Sande seien vor allem das Krankenhaus, der Bahnhof und das Ortszentrum.
Mohr zufolge decken sich die Zahlen mit denen aus anderen Kommunen, wo es lange gedauert habe, bis sich das Angebot in den Köpfen der Bürger festgesetzt habe.
Noch bis zum Jahresende läuft die Bürgermobil-Testphase. Allen Beteiligten ist klar, dass mit dem Angebot kein Geld zu verdienen ist. Rund 600 Euro schießt die Gemeinde Monat für Monat zu. Sollte das Bürgermobil aber weiterhin in diesem geringen Maße genutzt werden, müsse man 2015 neu darüber nachdenken.
