SANDERBUSCH - Die Friesland-Kliniken, das Nordwest-Krankenhaus (NWK) Sanderbusch und St.-Johannes-Hospital Varel sind auf gutem Weg, das Defizit, das im vergangenen Jahr erstmals ausgewiesen werden musste, in den Griff zu bekommen. Waren es 2018 noch 4,5 Millionen Euro, die fehlten, so sind es jetzt noch drei Millionen. Das berichtete gestern Geschäftsführer Frank Germeroth.
2018 hatte man sich drei Jahre als Frist gesetzt, das Defizit abzubauen. Es sieht so aus, als laufe alles planmäßig. Gleichwohl soll mit Hilfe von externen Beratern verschiedene Bereiche noch näher unter die 'Spar-Lupe' genommen werden. Kein Grund für Befürchtungen, Vertreter der Ärzte und der Pflege sähen hier eher Chancen als Schwierigkeiten. Aufsichtsratsvorsitzender Sven Ambrosy und Frank Germeroth prangerten Untätigkeit im Gesundheitssystem an, grundlegende Fehler in der Vergütung für Krankenhäuser würden nicht angegangen. Zu 2020 soll sich die Gesellschaftsstruktur der Friesland-Kliniken verändern. Bei der Fusion von NWK und des Johannes-Stift war eine Holding gebildet worden, unter deren Dach beide Häuser arbeiten. Nun seien alle gesetzlichen Schritte vollzogen, ab nächstem Jahr als eine Firma mit zwei Standorten zu arbeiten, sagte Germeroth. Der Name, also Friesland-Kliniken, bleibt bestehen.
