Sande - Der Sander Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung ohne Debatte dem Beitritt zum neuen Zweckverband Jade-Weser-Park einstimmig zugestimmt. Wie berichtet, muss der Zweckverband, der das Industriegebiet an der A 29 in Roffhausen betreibt, nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg wegen rechtlicher Konstruktionsmängel des Verbands nun neu gegründet werden.

Thema im Rat war zudem der Jahresabschluss der Sozialstation Sande, die immer noch defizitär arbeitet und von der Gemeinde bezuschusst wird – der Zuschuss sinkt jedoch. Rückstellungen und Aufwendungen für Altersteilzeitfälle bis 2015 sorgten für ein Gesamtdefizit von gut 33 000 Euro. Diese Aufwendungen fallen Achim Rutz (SPD) zufolge im kommenden Jahr weg.

Oliver Kohls (CDU) sieht das weiterhin kritisch: Die Aufwendungen müssten im unternehmerischen Rechenwerk berücksichtigt werden, das lasse sich nicht schönrechnen. Alex von Fintel (Grüne) erkannte an, dass die Zahlen zumindest mal öffentlich genannt werden, das sei in der Gemeinde lange Zeit nicht üblich gewesen. Eine „schwarze Null“ sehe er im Gegensatz zur SPD-Fraktion für die Sozialstation der Gemeinde aber noch nicht.

Achim Rutz stellte fest, dass in der Sozialstation gut und wirtschaftlich gearbeitet werde und die Entwicklung in die richtige Richtung gehe. „Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Opposition das anders sieht“, erklärte Rutz.

Als Anregung kam eine Verbesserung zur sicheren Überquerung der Sander Hauptstraße zur Sprache. Zwei Fußgängerampeln zwischen dem Bahnübergang Sanderbusch und dem rund zwei Kilometer entfernten Kreisel seien für eine so stark befahrene Straße einfach zu wenig. Vor allem Gehbehinderte und ältere Menschen haben einen entsprechenden Wunsch geäußert. Die SPD unterstützte daher den Antrag der CDU, eine weitere Fußgängerampel an der Hauptstraße zu installieren. Als Standort ist die Hauptstraße in Höhe Rathaus/Marktplatz im Gespräch. Das Thema soll in Kürze weiter beraten werden.