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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Saterland

Der Schlüssel zum Neuanfang

03.04.2017

Scharrel Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Scharrel wurde in der Nacht des 5. Oktober 2013 durch einen verheerenden Großbrand völlig zerstört. Zwischenzeitlich wurde das Feuerwehrhaus wieder aufgebaut und fast alle Fahrzeuge, Maschinen, Geräte und Ausstattungsgegenstände konnten wiederbeschafft werden. Am Samstagabend wurde das Feuerwehrhaus mit 180 Gästen und Feuerwehrleuten feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Ortsbrandmeister Stefan Vocks freute sich mächtig, dass dreieinhalb Jahre nach dem Großbrand so viele Gäste zur Einweihung gekommen waren. Die zur Festhalle hergerichtete Fahrzeughalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfarrer Ludger Fischer von der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus die Einweihung vornahm. Viele Kameraden hätten beim Wiederaufbau geholfen und sich dabei für eine gute Sache eingesetzt. Nur so habe Großes gelingen können; die Kameraden hätten auch erfahren, wie wertvoll eine gute Kameradschaft sei, so Becker.

Ortsbrandmeister Stefan Vocks erinnerte an die Nacht des 5. Oktober 2013, als um 2.50 Uhr die Pieper der Feuerwehrkameraden auslösten und sie zum Großbrand ihres eigenen Feuerwehrhauses gerufen wurden. Mit einem sehr beeindruckenden von Pressewart Thomas Giehl produzierten Film kamen bei den Feuerwehrkameraden, aber auch bei den Gästen, die Emotionen aus der Nacht des 5. Oktober 2013 für einen Moment wieder hoch.

„Der größte Schmerz war für uns, nichts tun zu können, wo wir doch eigentlich dafür da sind, anderen zu helfen. Uns blieb nur das Warten auf unsere Nachbarwehren und wir mussten mit ansehen, wie unser Hab und Gut verbrannte“, schilderte Stefan Vocks.

Aber noch in der gleichen Nacht richteten die Feuerwehrkameraden den Blick nach vorn, bereits nach wenigen Tagen konnte die Wehr dank Unterstützung anderer Wehren wieder Einsatzbereitschaft melden. Dieser Einsatzwille habe noch weiter zusammengeschweißt, dafür gebühre der Kameradschaft ein ganz herzliches Dankeschön, so Vocks. Der Ortsbrandmeister bedankte sich bei all denen, die die Wehr in dieser schweren Zeit unterstützt haben.

Bürgermeister Hubert Frye lobte die riesige Solidarität unter den Feuerwehren und den Glückfall, in Scharrel eine Gewerbehalle für die Übergangszeit anmieten zu können. Frye bedauerte aber, dass die Brandruine fast zehn Monate lang zu sehen war, bis mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte. Da sei es zeitweise schon sehr schwierig gewesen, die Motivation der Feuerwehrkameraden aufrecht zu erhalten.

Großen Dank zollte Frye dem Ortsbrandmeister und seinem damaligen Stellvertreter Hartmut Hanekamp, die immer wieder zur Stelle waren, wenn Hilfestellung erforderlich war. Das Ergebnis dürfe sich sehen lassen, meinte Frye mit Blick auf das Feuerwehrhaus, wenngleich die Fahrzeuge nur mit dem Zeitwert versichert gewesen seien und die Gemeinde am Ende auf etwa einer Dreiviertel Million Euro an Schaden hängen bleibe. „Heute dürfen wir stolz auf ein wirklich schönes Feuerwehrhaus, auf neue Fahrzeuge und Geräte sein“, betonte Frye und überreichte den symbolischen Hausschlüssel an Ortsbrandmeister Stefan Vocks und seinen Stellvertreter Michael Wöste.

Der 5. Oktober 2013 habe gezeigt, dass der Kreisfeuerwehrverband mit seinen 21 Freiwilligen Feuerwehren zusammenstehe, lobte Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns und äußerte die Hoffnung, dass sich solch ein Ereignis nie wiederhole.

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