ESTERWEGEN/SATERLAND - ESTERWEGEN/SATERLAND - Mit einer Rad-Sternfahrt nach Esterwegen zum Frühlingsfest mit Flohmarkt wollten die Anrainer-Kommunen der Moorerlebnisroute am Sonntag die Sommersaison eröffnen. Doch das Interesse hielt sich in Grenzen. In Esterwegen wurden kaum Radfahrer aus Ostfriesland, aus Barßel oder Saterland gesichtet, obwohl der Wettergott es bis zur offiziellen Eröffnung noch gut meinte mit den Organisatoren des Eröffungsfestes.

Doch trotz dieser günstigen Voraussetzungen hielt sich das Interesse sehr in Grenzen. „Tausend Leute mehr“ lautete denn auch der lakonische Wunsch von Eberhard Lüpkes, dem Geschäftsführer der interkommunalen Moorerlebnisroute. Auch Barßels Bürgermeister Johannes Budde bedauerte das fehlende Interesse an einer Radsternfahrt nach Esterwegen.

Das von den Esterwegenern versprochene bunte Programm mit Musik, Tanz, Infos, Antik- und Handwerkermarkt hielt sich in Grenzen. Ein Korb- und Stuhlflechter war der einzige Handwerker. Das Frühlingsfest war eine magere Flaniermeile mit allerlei Trödel. Der verkleidete Mooritz wurde dagegen in wechselnder Begleitung fotografiert.

Pünktlich eröffnete Esterwegens Bürgermeister Hermann Tebben die Urlauber-Route im „Herzen der Esterweger Dose“. Die Region gehöre mittlerweile zu den zehn beliebtesten Radfahrer-Regionen Deutschlands. Auch das Elisabethfehner Moor- und Fehnmuseum, der Barßeler Hafen, die Seelter Foonkieker und die Windmühle Scharrel hätten als Anlaufpunkte zur Moorerlebnisroute einiges beigetragen. Verbessert werden müssten allerdings die Service-Leistungen.

Die Kreisgrenze markiere nicht das Ende der Anstrengungen, meinte Tebben. Auch Kultusminister Bernd Busemann (CDU) unterstrich in einem Grußwort diese Bemühungen. „Räume müssen funktionieren“, meinte er. Die Moorerlebnisroute beweise, dass die Region sich bei dem gemeinsamen touristischen Projekt gefunden und zusammengefunden habe.