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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Saterland

Fahne weht seit 25 Jahren

14.07.2016

Scharrel Das Saterland hat Besonderheiten vorzuweisen, womit andere Gemeinden nicht aufwarten können. Eine eigene Sprache zum Beispiel und einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Die Gemeinde hat es schwarz auf weiß: Sie ist die kleinste Sprachinsel Europas. Ideengeber war – wie berichtet – Bernd Stolle, seinerzeit Schriftführer beim Heimatverein „Seelter Buund“.

Doch Stolle sorgte damals in seinem Engagement für seine Heimatgemeinde nicht nur für diesen Rekord. Der gebürtige Scharreler und heutige Geschäftsführer der Touristik-Information Dammer Berge entwickelte auch eine eigene Fahne für das Saterland, die 1991 – vor genau 25 Jahren – vom Landkreis Cloppenburg genehmigt wurde. Nur wenige Tage später wehte die blau-gelbe Fahne mit dem Saterländer Wappen auf dem Turm des Rathauses. Also ein kleines Jubiläum.

„Mir war es damals wichtig, dass das Saterland als kleinste Sprachinsel auch eine eigene Flagge haben muss. Ich war mir sicher, dass der Gemeinde eine eigene Fahne zur Selbstdarstellung gut zu Gesicht stünde“, erinnert sich der heute 51-jährige Stolle an die Entstehungsgeschichte.

Stolle hatte 1989 die Idee einer eigenen Fahne weiterentwickelt. Zusammen mit der Barßelerin Christel Krone brachte er mehrere Varianten zu Papier. „Es war ein ziemlicher Aufwand von der Entwicklung bis zur Realisierung“, erinnert sich Stolle, der vor seinem beruflichen Engagement in Damme viele Jahre Leiter der Touristik Barßel-Saterland im Barßeler Rathaus war.

Es gab viele Gespräche, Sitzungen und einen regen Briefwechsel mit den Behörden. Im Gegensatz zu den Niederlanden, wo es keine heraldischen Vorgaben gäbe und nahezu jede Fahne aufgehängt werden dürfe, gebe es in Deutschland ein strenges Reglement. Diese Vorgaben spiegeln sich in der Heraldik, also der Wappenkunde, wider. Gemeinsam mit einem entsprechenden Fachmann aus Oldenburg habe er damals die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Fahne auch zugelassen wurde, so der gebürtige Scharreler.

Das Ergebnis der Bemühungen schlage sich in den blauen und gelben Streifen der Fahne nieder, die durchaus ihren Sinn haben. Denn Stolle hatte die Idee der Sprachinsel einfließen lassen. „Die blaue Farbe symbolisiert das Wasser, die Durchquerung der Gemeinde durch die Sagter-Ems, die gelbe Farbe symbolisiert den Sandrücken“, erklärt Stolle.

Dass vor 25 Jahren die Gemeinde Saterland selbst die Idee einer eigenen Fahne für sich reklamierte, stört Stolle heute nicht mehr. Stolle. „Es ist und bleibt meine Idee“.

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