Ramsloh - Der Rat der Gemeinde Saterland hat am Montagabend eine Resolution verabschiedet, in der sich die Mitglieder gegen die geplante Umwandlung der LzO-Filiale in Strücklingen in eine SB-Stelle aussprechen. Wie berichtet soll in Oldenburg zugleich ein zentrales Kunden-Service-Center zur persönlichen Betreuung eingerichtet werden, das auf verschiedenen Wegen zu erreichen sein soll.
Wichtiger Baustein
Mit der Resolution möchte der Rat den Vorstand der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) darum bitten, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und im Interesse der ländlichen Region die Filiale in der bewährten Form zu erhalten. Auch soll die Resolution an den Verwaltungsratsvorsitzenden der LzO gehen.
Wenn das Angebot der LzO in Strücklingen künftig nur noch auf Automaten beschränkt werde, stelle dies eine wesentliche Verschlechterung des Serviceangebots dar und einen Verlust für den Ort, sagte Bürgermeister Hubert Frye bei der Ratssitzung im Rathaus Ramsloh. Der Rat betrachte die Filiale als wichtigen Baustein der dörflichen Struktur. In Strücklingen wohnten über 3300 Menschen, die älter als 60 Jahre seien. Gerade ältere Menschen würden sich am Schalter beraten lassen und die Automaten nicht benutzen.
Die Befürchtung in der Bevölkerung und bei den Vertretern der Kommunalpolitik sei groß, dass sich Unternehmen nach und nach aus der Fläche verabschiedeten, informierte Frye weiter. Auch der Seniorenbeirat unterstützte die Resolution und werde eine eigene auf den Weg bringen.
Anrufe erhalten
„Die Senioren werden sich mit dem Angebot nicht zufrieden geben“, sagte Leonhard Rosenbaum (CDU). „Die Bank sollte überlegen, wie sie attraktiver werden kann anstatt zu schließen.“
„Die Scharreler haben vor Jahren ihre Nebenstelle verloren. Das war nicht positiv“, erinnerte Karl-Peter Schramm (SPD). Die älteren Leute würden sich nicht so gut mit der Bedienung der Automaten auskennen.
Gerd Olling (CDU) teilte mit, dass er Anrufe von älteren Bürgern erhalten habe. Sie hätten an ihn und den Rat appelliert: „Versucht das hinzukriegen, dass der Schalter bleibt.“ Einige hätten von einem „Schlag ins Gesicht“ gesprochen, teilte der CDU-Ratsherr mit. „Ich habe manchmal das Gefühl, dass nur Zahlen und nicht Menschen zählen“, äußerte sich Theo Schmidt (CDU).
„Menschen überfordert“
Marianne Fugel (CDU) war der Meinung, dass es zu Verunsicherungen in der Bevölkerung führen könnte, wenn nur noch ein Automat und keine Angestellten vor Ort seien. „Schade, dass die Filiale umgewandelt wird. Viele Menschen sind überfordert, gerade was IBAN, BIC und dergleichen betrifft“, meinte auch Dr. Heinrich Norrenbrock (CDU). „Es ist sicherlich eine riesen Umstellung für die Senioren, aber wir fahren auch zu den Kunden“, sagte CDU-Ratsherr Gerhard Henken, der bei der LzO arbeitet. Bei einer Enthaltung (Gerhard Henken) wurde die Resolution beschlossen.
