Ramsloh - Die Gemeinde Saterland wird ab dem 1. April den Anteil der Kosten für das Mittagessen der Schüler aus Barßel, die das Laurentius-Siemer-Gymnasium (LSG) besuchen, übernehmen. Das hat der Rat am Montag in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. Dabei handelt es sich um den Kostenanteil, der den Eigenanteil der Erziehungsberechtigten von zwei Euro pro Mittagessen übersteigt. Bisher bezahlt die Gemeinde nur einen Zuschuss für die Schüler aus dem Saterland.

„Grundsätzlich ist es natürlich Aufgabe der Gemeinde Barßel, Leistungen für ihre Schülerinnen und Schüler selber zu tragen“, sagte Bürgermeister Hubert Frye (CDU). Die Gemeinde Barßel habe es abgelehnt, für ihre LSG-Schüler den Kostenanteil zu übernehmen. Insgesamt wären es etwa 600 Euro pro Jahr. Da weder Schüler noch Eltern die ungleiche Praxis zu vertreten hätten, habe die Gemeinde überlegt, die Kosten für die Barßeler zu übernehmen, so Frye. Gleichzeitig appellierte er an die Gemeinde, ein Sponsoring für die Barßeler Schüler anzustreben – so wie es auch im Saterland für die Saterländer Schüler getan werde.

Die ablehnende Haltung der Gemeinde Barßel stieß bei den Ratsmitgliedern auf Unverständnis. Leonhard Rosenbaum (CDU) vermutete, dass der Grund dafür die Nicht-Akzeptanz des Gymnasium-Standorts sei. Wie berichtet, wurde der Antrag der Gemeinde Barßel an die Landesschulbehörde auf Einrichtung einer IGS abgelehnt.

Weiterhin beschäftigte sich der Rat mit der Bewilligung von außerplanmäßigen Auszahlungen für den Bau eines Radwegs an der Sater Landstraße (K 329). Hintergrund ist, dass das Land für die Förderung des Radwegebaus ein Sonderprogramm aufgelegt hat. Inwieweit das Vorhaben vom Land gefördert werde könne, sei noch nicht abzusehen. Trotzdem sei es wichtig, neben der Kostenschätzung die Planunterlagen vorzulegen, unter anderem für Landschaftspflege, Artenschutz und Verkehr. 50 000 Euro sollen über den Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

Der Streckenteil, so Frye, sei der einzige der Fehnroute, der noch ohne Radweg ist. Da sich ein Teil der K 329 auf Barßeler Gebiet befindet, freue es ihn, dass die Bürgermeisterkandidaten für Barßel, Nils Anhuth (SPD) und Ludger Elsen (CDU), einen Radweg ebenfalls begrüßen würden (die NWZ  berichtete). Einige CDU- und SPD-Ratsherren regten an, dass der Radweg von Elisabethfehn bis nach Strücklingen reichen sollte. Franz Hericks (UWG) meinte hingegen, dass man nicht 50 000 Euro ausgeben solle, wenn man nicht wisse, ob Zuschüsse gewährt werden.

Mehrheitlich wurde beschlossen, 50 000 Euro für Planungsaufträge zum Bau des Radweges im Haushalt 2014 bereitzustellen.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland