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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Saterland

Karneval: Kapitulation auch ohne Kanonen

10.11.2014

Ramsloh Seit Wochen schon fieberten die Karnevalisten aus dem Saterland dem Ereignis entgegen, am Sonnabendnachmittag war es dann endlich soweit: Bei den Saterländer Narren des Carneval-Club-Sedelsberg (CCS), des Sater-Ems-Carneval-Club (SECC) und der Karnevalsgesellschaft von 1959 Ramsloh (KVG) hat die fünfte Jahreszeit Einzug gehalten. Und so trafen sich bei strahlendem Sonnenschein und herrlichem Herbstwetter zahlreiche Närrinnen und Narren aus Sedelsberg, Scharrel und Ramsloh, um das Rathaus zu stürmen. Bedauert wurde allerdings von einigen Karnevalisten, dass sich die Bevölkerung des Saterlandes in diesem Jahr kaum beteiligte und so der Rathaussturm nahezu unbemerkt von der Bevölkerung über die Bühne ging.

Bevor es jedoch um kurz nach 14.11 Uhr mit dem großen Sturm losging, hatten sich die kampferprobten Karnevalisten beim Pfarrheim getroffen, um sich zu stärken und dann gen Rathaus zu marschieren. Natürlich zog der Trupp gleich mehrfach durch den Kreisel und sorgte so für einen Stau im Ort. Musikalisch wurden die Karnevalisten von der Jugendschützenkapelle „Tell“ Hollen unterstützt. Eine Augenweide auf der Hauptstraße stellte nicht nur das Prinzenpaar Prinz Johann I. mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Antonia dar, sondern insbesondere auch die jungen Tänzerinnen der KVG, des SECC und des CCS.

Die Ramsloher Jecken, die diesmal die Federführung hatten, hatten zum Rathaussturm schweres Geschütz, nämlich eine Scherenbühne dabei, um auf Augenhöhe mit „Burgfräulein“ Marianne Fugel und „Kronprinz“ Gerd Olling im Fenster des Ratssaals verhandeln zu können. Verzichten mussten die Narren auf die Kanonenschüsse des Ramsloher Böllerkomitees.

Die Präsidenten Wolfgang Neitzel (CCS) und Gerd Awick (SECC) forderten die Gemeindeoberen, die Bürgermeister Hubert Frye vertraten, zur Herausgabe des Rathaus-Schlüssels auf. Kampflos wollten Marianne Fugel und Gerd Olling das Rathaus aber nicht den Narren überlassen. Sie boten es für 20 Millionen Euro zum Kauf an, worauf sich allerdings die Narren nicht einließen. Erst nach einigen Silvester-Kanonenschlägen gab Marianne Fugel nach und rückte den Schlüssel heraus. Prinz Johann öffnete die Türen und schnell zogen die Karnevalisten ein und nahmen im Ratssaal Platz, wo sie die die Karnevals-Präsidenten mit einem kräftigen „Helau“ willkommen hießen.

Die Vernunft habe wieder einmal gesiegt, die Unvernünftigen seien im Rathaus, meinte ein Elferratsmitglied. Bis zum Aschermittwoch wollen jetzt die Narren mehr Frohsinn in das Rathaus bringen, betonte Gerd Awick

Einen Vorschlag, wie man die Kassen der Karnevalsvereine aufbessern könne, hatten die Narren auch gleich parat: Da nach dem Bau der neuen Osttangente erheblicher Verkehr durch Sedelsberg fließen werde, wolle man in Sedelsberg an der Hauptstraße einen Schlagbaum errichten, um so Wegezoll zu heben.

Das elfjährige Tanzmariechen Sina Fresenborg von der KVG demonstrierte auf dem Rathausparkett ihr tänzerisches Können. Auch der elfjährige Mario Prahm erhielt großen Beifall für seine vorgetragene Bütt „Der ist vielleicht schlau!“.

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