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Krammarkt „Menschen vertrauen Region“

Ramsloh - Ein bisschen verzögert hatte sich der Empfang anlässlich der Eröffnung des Krammarktes in Ramsloh am Freitag. Etwa eine halbe Stunde später als geplant traf Festredner Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), im Festzelt hinter dem Rathaus ein. Der Grund sei eine „Misskommunikation“ gewesen. Aber diese kleine Verspätung nahm ihm wohl keiner der geladenen Gäste übel, hatte er sich doch mit Witz und Charme direkt dafür entschuldigt: „Ich verspreche, ich mach’ das nicht wieder“, sagte Stuke und eröffnete seine Rede mit Erinnerungen an seine Kindheit.

Vertrauen in Zukunft

„Seit meiner Schulzeit bin ich mit Saterländern zusammen und befreundet. Da ich in Friesoythe wohne, habe ich im Saterland auch oft Fußball gespielt. Da blieb dann auch die ein oder andere Rangelei nicht aus. Früher hat man das ja viel ernster genommen“, erzählte Stuke munter. „Heute bin ich fast alle 14 Tage im Saterland. Seit 35 Jahren bin ich hier in einem Kegelverein“, erklärte der IHK-Präsident seinen persönlichen Bezug zur Gemeinde.

Stuke verstand es immer wieder, mit kleinen Anekdoten die geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik, Bildung und Vereinen zu unterhalten. Stuke lobte aber auch die „unglaubliche Entwicklung“, die das Saterland und die ganze Region in den vergangenen Jahrzehnten gemacht habe. Unter anderem zeichne sich das Oldenburger Münsterland durch das gute Miteinander von Wirtschaft und Verwaltung aus.

In dem Zusammenhang lobte der IHK-Präsident die Entscheidungen des Kreistages in Bezug auf die Schleuse Osterhausen und den Küstenkanal. „Mein Kompliment an den Kreistag. Wir brauchen eine Aufwertung des Küstenkanals“, sagte Stuke. Es sei wichtig, dass sich die Politiker sofort um die Dinge kümmerten. So bescheinigte er auch der Region, dass es ihr „gut gehe“. „Die Menschen haben Vertrauen in die Region und in die Zukunft“, sagte Stuke. Er schwenkte zur Energiewende, die er nicht als gescheitert ansehe. „Wir müssen eine Energiepolitik machen, die sich am Markt orientiert“, sagte der Festredner. Übersubventionierungen dürfe es nicht geben.

Weiterhin einsetzen

„Wir sind ein Wirtschaftsstandort und brauchen innovatives Wachstum auch in der Landwirtschaft“, sagte Stuke weiter. Darum wünsche er sich auch mehr Transparenz von Vertretern der Landwirtschaft. Abschließend appellierte er an die Politiker, weiter am Ball zu bleiben und sich für die Belange im Oldenburger Münsterland weiterhin einzusetzen.

Hubert Frye konnte zum nunmehr 15. Mal als Bürgermeister die Gäste im Festzelt begrüßen. Er lobte unter anderem die über 100 Vereine in der Gemeinde Saterland. „Ich bedanke mich für die ehrenamtliche Arbeit der Vereine in der Gesellschaft“, sagte Frye. Auch ging ein Dank des Bürgermeisters an den Touristikverein Erholungsgebiet Barßel-Saterland, an die Werbegemeinschaft und Eugen Maier von der Gemeinde für die Vorbereitung des Krammarktes, die viel Arbeit erfordere. Er freute sich, dass die Bläserklasse 9 des Laurentius-Siemer-Gymnasiums Ramsloh für den musikalischen Rahmen im Festzelt sorgte. Dem konnte Stuke nur beipflichten: „Es ist traumhaft, dass Schulen heute so weit sind. Früher gab es so etwas ja nicht.“

An diesem Sonnabend geht der Krammarkt um 10 Uhr mit dem Frühtanz im Festzelt weiter. Frye eröffnet ihn mit dem Anstich eines Bierfasses. Es folgt das anschließende Freibier. Flanieren und Handeln ist dann am Sonntag auf dem großen Flohmarkt ab 10 Uhr möglich. Es gibt Attraktionen für Groß und Klein und einen verkaufsoffenen Sonntag.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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