RAMSLOH - Wer Anna Popoffs Sprechstunde besucht, für den kommt der internationale Anti-Drogen-Tag, der an diesem Dienstag gefeiert wird, zu spät. Jeden Donnerstag sitzt sie im Rathaus in Ramsloh und berät, unterstützt, hilft, vermittelt. Ihr gegenüber finden sich Menschen, die zurück ins Leben finden wollen. Seit elf Jahren führt Popoff die Nebenstelle Ramsloh der Cloppenburger Suchtberatungsstelle DROBS.

„Meistens kommen Drogenabhängige, die clean werden, ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen. Ich spreche dann mit ihnen, vermittele Therapien und biete psychosoziale Beratung“, so Popoff.

Aber nicht nur direkt Betroffene bekommen Hilfe: Im Elternkreis treffen sich Eltern und Partner von Süchtigen. Es gehe darum, wie man mit der Sucht umgehe, sich verhalten könne, um den Süchtigen zu erreichen. „Ich habe keine fertigen Antworten“, gibt Popoff zu. Aber: „Im Elternkreis sprechen wir darüber und es sind Eltern da, deren Kind seit Jahren clean ist, um mit ihren Erfahrungen anderen beizustehen.“

Und ihre Arbeit hilft: „Es rufen immer wieder Leute an, die mittlerweile wieder fest im Leben stehen und Kinder haben und bedanken sich für die Hilfe“, freut sich Popoff.

Die Beratungsstelle im Ramsloher Rathaus (E 04) hat jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Elternkreis trifft sich jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat (19 bis 21 Uhr) in der Pfarrgemeinde St. Jakobus.