RAMSLOH - Bürgermeister Frye betonte die Rolle der Vereine. Auch der Präventionsrat und die Pastoralreferentin schilderten ihre Erfahrungen.
Von Wilhelm Hellmann
RAMSLOH - Erst vor wenigen Wochen hat sich die Junge Union Saterland (JU) gegründet und es sich zum Ziel gesetzt, sich für die Interessen der Jugendlichen im Saterland einzusetzen und sich gegebenenfalls auch in die Kommunalpolitik einzumischen.Um sich über die aktuelle Situation zu informieren, trafen sich die Mitglieder der Jungen Union jetzt zu einer ersten Diskussionsrunde mit Fachleuten aus der Gemeinde. Dazu begrüßte Daniel Thoben, Gemeindeverbandsvorsitzender der JU Saterland, im Landgasthof Dockemeyer in Ramsloh Bürgermeister Hubert Frye und seine beiden Stellvertreter Marianne Fugel und Wilhelm Tellmann, den CDU Gemeindeverbandsvorsitzenden Heinz Steenken, Ursula Reber, Geschäftsführerin des Präventionsrates der Gemeinde Saterland, die Pastoralreferentin Mechthild Fickers und den Gemeindejugendpfleger und Leiter des Jugend- und Begegnungszentrum der Gemeinde Barßel, Andreas Borchers, sowie zahlreiche Ratsmitglieder.
Eine tragende Rolle in der Jugendarbeit in der Gemeinde Saterland spielen die Vereine, erklärte Bürgermeister Frye. Fast alle der mehr als 100 Vereine in der Gemeinde kümmern sich auch um Kinder und Jugendliche. Die Gemeinde, so Frye, unterstütze die Vereine durch Zuschüsse und durch die Bereitstellung öffentlicher Einrichtungen wie beispielsweise Sportanlagen. Derzeit sei die Stelle eines Jugendpflegers – eine Vollzeitstelle – ausgeschrieben.
Aus der Arbeit des Präventionsrates berichtete Geschäftsführerin Ursula Reber. Der Rat betreut seit 1999 eine offene Jugendgruppe mit bis zu 50 Teilnehmern, die sich zweimal wöchentlich im Pfarrheim in Ramsloh trifft. Der Präventionsrat beteiligt sich auch an vielen Veranstaltungen. Gebraucht werden dringend weitere „Mitmacher und Helfer“, so Reber.
Jugendarbeit in der katholischen Kirche sei sehr schwierig, erklärte Pastoralreferentin Mechthild Fickers. Die Kirche stehe bei den Kindern und Jugendlichen oft hinten an. Sehr aktiv sei allerdings die Messdienergruppe M 16 plus mit mittlerweile mehr als 50 Mitgliedern.
Ausgiebig diskutierte die Runde über die noch fehlenden Räumlichkeiten für den Jugendleiter und einen Jugendtreff in der Gemeinde Saterland. Festgehalten wurde, dass es wichtig sei, den Treff möglichst zentral in der Nähe des Schulzentrums einzurichten. Erforderlich seien zwei größere Räume für die Jugendarbeit und weitere zwei bis drei kleinere, in denen unter anderem das Büro des Jugendpflegers untergebracht werden soll.
„Nur irgendwo Gast in einem Pfarrheim zu sein, das geht nicht,“ brachte es Ursula Reber auf den Punkt und forderte: „Wir müssen was Eigenes haben, wo wir zu Hause sind!“ Die Frage nach zentralen Räumlichkeiten für einen offenen Jugendtreff wird somit die Politik und auch die Junge Union in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich noch beschäftigen.
