RAMSLOH - Nachdem zunächst ein Berechnungsfehler korrigiert werden musste, der im Verwaltungshaushalt eine Verschlechterung um etwa 100 000 Euro ergab, hat der Rat der Gemeinde Saterland den Haushalt 2008 und das Investitionsprogramm für den Zeitraum 2007 bis 2011 nach intensiver Beratung beschlossen. Dennoch wurde, anders als in den Vorjahren, ein ausgeglichener Haushalt verabschiedet. „Ein Riesenschritt nach vorne“, sagte Bürgermeister Hubert Frye, fügte jedoch an: „Ein genauer Blick macht aber deutlich, dass wir weiter ein Finanzierungsproblem haben.“

Im Verwaltungshaushalt, der ein Volumen von 12 018 600 Euro hat, wird der Ausgleich nur durch eine Entnahme von knapp 500 000 Euro aus der Rücklage erreicht. Der Vermögenshaushalt beträgt 7 319 900 Euro. Die 2008 mit 5,5 Millionen Euro sehr hohen Investitionen können nur durch eine Kreditfinanzierung von über 1,9 Millionen Euro realisiert werden. Diese werde aber dadurch gerechtfertigt, dass es sich um wichtige Zukunftsinvestitionen im Verkehrsbereich und vor allem im Bildungswesen handele. „Wir sehen in den Kindern unsere Zukunft“, betonte Frye.

Das ausgeglichene Ergebnis 2008 beruhe laut Frye auf der guten Entwicklung in diesem Jahr. Diese sei auf wesentlich höhere Einnahmen, insbesondere bei der Gewerbesteuer, zurückzuführen.

Neben der Verabschiedung von Haushalt und Investitionsprogramm stand auch die Bestimmung von sechs Ratsherren an, die sich mit Frye um die Neuorganisation des Krammarktes kümmern sollen. Dies sind Karl-Johann Niemeyer, Theo Schmidt, Johann Brinkmann und Leonhard Rosenbaum (CDU), Johannes Schmits (UWG) und Karl-Peter Schramm (SPD).

Geplant ist u. a., dass 2008 kein Tier mehr versteigert werden soll. „Auch wenn damit der einzige noch erhaltene Bezug zum früheren Viehmarkt aufgehoben wird, spricht doch das geringe Interesse der Bevölkerung für die Abschaffung“, sagte Frye, der zudem überlegt, ob es überhaupt noch einen Marktmontag geben müsse. Eventuell sei es sinnvoller, die Marktöffnung am Freitag oder Sonnabend zu organisieren.

Aus persönlichen Gründen hat Ursula Reber (SPD) ihre Ratsmitgliedschaft beendet. „Sie ist immer eine sehr engagierte Mitstreiterin gewesen. Ihr Fachwissen war mir immer sehr wichtig“, sagte der Ratsvorsitzende Christian Koch (CDU). Für sie rückt Wilfried Pörschke nach, der die gleichen Ausschüsse wie Reber besetzen wird.