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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Saterland

Rat will aus Angelegenheit lernen

26.03.2014

Ramsloh /Sedelsberg Der Rat der Gemeinde Saterland hat am Montagabend im Rathaus einstimmig beschlossen, dem Konzept des Architekten Bernd Norrenbrock aus Scharrel den Zuschlag für den Umbau der Astrid-Lindgren-Grundschule in Sedelsberg zu erteilen. Damit entschied sich der Rat für die Variante des Architekten, nach der die Mensa in einem Neubau geschaffen werden soll, und folgte den Entscheidungen des Schul- und des Verwaltungsausschusses. Um Kosten zu sparen, wird mit der Umsetzung Hochbautechniker Mirko Peschke beauftragt.

Wie berichtet, hatten die Architekten Reinhold Engelmann (Cloppenburg), Bernd Norrenbrock und Thomas Tangemann (Harkebrügge) am Architektenwettbewerb teilgenommen. Norrenbrock hatte drei Varianten zu unterschiedlichen Kosten vorgelegt. Die mit den niedrigsten bekam den Zuschlag.

Die Architektenkammer Niedersachsen hatte, wie berichtet, auf Grundlage von Informationen Tangemanns das Vergabeverfahren geprüft und bewertet. Unter anderem hätten „massive Verletzungen der Chancengleichheit vorgelegen“. Auch fielen Vorwürfe wie „Scheinverfahren“ oder „Geschmäckle“.

Bürgermeister Hubert Frye (CDU) betonte am Montag noch einmal, dass die Entscheidung nach intensiven Beratungen gefallen sei. „Wir haben nichts verschleiert und niemanden bevorzugt. Wir sind sachlich und objektiv zum Beschluss gekommen“. Franz Hericks (UWG) unterstützte ihn: „Wir haben das Konzept rausgesucht, was wesentlich billiger ist, als die anderen.“ Auch hatte die Kammer kritisiert, dass durch die Einreichung von drei Varianten die Chancengleichheit verletzt worden sei. „Der Hauptentwurf war immer der gleiche. Die Alternative hätte von Anfang an das Rennen gemacht“, betonte Frye.

Auch wies er den Vorwurf zurück, dass eingereichte Leistungen nicht komplett für die Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt worden seien. „Die Originale waren seit Anfang März bekannt, und die Erläuterungen der Architekten standen ab dem 24. Februar im Ratsinformationssystem.“

Frye zeigte sich verärgert über den Vorwurf eines „Geschmäckle“. Ebenso gut könne auch ein „Geschmäckle“ sein, wenn die Kammer aufgrund der Aussage nur eines Architekten urteile, dieser sich dann an die Zeitung und nicht an die Gemeinde wende.

Um den Vorwurf eines „Scheinverfahrens“ zurückzuweisen, gaben Karl-Peter Schramm (SPD) und Leonhard Rosenbaum (CDU) an, bei der ersten Entscheidung nicht gewusst zu haben, von welchem Architekten der Entwurf stammte. Dennoch, so Rosenbaum, hätte der Schulausschuss nicht geheim beschließen sollen: „Vielleicht wäre es dann gar nicht erst zu einem Geschmäckle gekommen. Wir haben nichts zu verbergen.“ Benno Hermes (CDU) meinte, dass man nur nicht vor den Architekten habe diskutieren wollen. „Sie haben alle Geld für die Entwürfe bekommen und sollten zufrieden sein“, sagte Schramm.

CDU und SPD waren sich einig, dass man aus allem lernen könne. „Es scheint so, dass nicht ganz klar war, wie die Aufgabenstellung war“, sagte Schramm. „Vielleicht müssen wir lernen, mit Architekten-Wettbewerben umzugehen“, sagte Ratsvorsitzender Heinz Kröger (CDU). Anne-Cathrin Schramm (SPD) betonte, dass man in Zukunft nicht auf Architektenwettbewerbe verzichten sollte.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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