SATERLAND - Die UWG präsentierte ihren eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Unterstützt wird die Wählergemeinschaft von der Strücklinger Bürgerinitiative „unzufriedener Bürger“.
Von Michael Keim
SATERLAND - „Wir werden gewinnen und die Mehrheit im Rat brechen. Wenn ich diesen Optimismus nicht hätte, dann würden wir erst gar nicht mit einem eigenen Kandidaten antreten.“ Zuversicht strahlte Paul Korthals von der UWG im Saterland aus, als er zusammen mit anderen „unzufriedenen Saterländern“ – wie sie sich selbst bezeichneten – am Donnerstagabend den eigenen Bürgermeisterkandidaten vorstellte.Der heißt Gerold Seghorn, ist 55 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und kommt aus Oldenburg. Er ist Dipl. Verwaltungsbetriebswirt und derzeit als Gebietsverkaufsleiter für ein Transportunternehmen tätig, dass der Deutschen Bahn angegliedert ist. Für die Bahn war Seghorn ebenfalls lange Jahre tätig.
Das Saterland kennt er – nach eigenen Angaben – ein wenig. Will es jetzt aber natürlich genauer kennen lernen. Und vor allem die Bürger. Denen will sich Seghorn in nächster Zeit persönlich vorstellen. Und im Falle einer Wahl zum Bürgermeister werde er natürlich ins Saterland ziehen. Denn Bürgernähe sei für ihn ganz besonders wichtig.
Das ist auch ein Grund, warum er für die UWG ins Rennen geht. „Ich bin und bleibe parteilos. Wir wollen eine andere Politik für die Bürger und keine Parteiinteressen vertreten“, so Seghorn kämpferisch. Er wirft der Gemeinde Planungsfehler vor, da Rat und Verwaltung immer alles auf Ramsloh konzentriert und nicht gegengesteuert hätten. Seiner Ansicht nach müssten alle Ortsteile gefördert werden.
Jeder Ort müsse eine Aufgabe bekommen, meint auch Paul Korthals. „Wir sind der Meinung, dass es im Saterland viele unzufriedene Bürger gibt. Und auch viele Mutlose, die gar nicht mehr zur Wahl gehen“, so Korthals. Eine Wahlbeteiligung von gerade mal rund 60 Prozent, wie bei der letzten Kommunalwahl, spreche doch für sich.“
Die UWG hatte in einer Zeitungsanzeige nach einem Bürgermeisterkandidaten gesucht (die NWZ berichtete). Etwa zehn Bewerber hätten sich, so Korthals, beworben. Gerold Seghorn habe man schließlich als geeigneten Kandidaten ausgewählt.
Ausdrücklich unterstützt wird er von der Bürgerinitiative „unzufriedener Bürger“ aus Strücklingen. Die waren bei der ersten Vorstellung vor der Presse am Donnerstag mit einer Abordnung in Sedelsberg vertreten. „Vielleicht gelingt uns das, was schon vor rund 30 Jahren gelungen ist“, hofft Franz Schulte aus Strücklingen. Damals habe man auch die CDU-Mehrheit im Rat geknackt. „In jedem Fall hat die Gemeinde Saterland einen zweiten Kandidaten verdient.“ Jetzt werde man zunächst ein Zehn-Punkte-Programm ausarbeiten.
Gerold Seghorn wird sich erstmals öffentlich am 24. März um 19.30 Uhr im Strücklinger Gasthof Helmke-Kallage der Öffentlichkeit vorstellen. Dann werde er jeden einzelnen Ort im Saterland bereisen und sich den Bürgern vorstellen. „Es ist uns wichtig, dass die Bürger unseren Kandidaten möglichst frühzeitig kennen lernen“, betonte Paul Korthals.
