SATERLAND - Am letzten Tag des Jahres ist der Zeitpunkt gekommen, noch einmal die Dinge Revue passieren zu lassen, die es nicht in die Beilage vor einigen Wochen geschafft haben. Das soll nicht bedeuten, dass diese Ereignisse weniger spannend waren.

So erhielt das Schulzentrum Saterland als erste Schule im Landkreis Cloppenburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In einer Feierstunde übergab Dr. Peter Kaufmann vom Niedersächsischen Kultusministerium die Ernennungsurkunde an Schulleiter Manfred Broek.

Ebenfalls im Januar machte die Gemeinde eine Investition in Öko-Energie. Es wurden Photovoltaikanlagen auf dem Rathausdach installiert. Installiert sind die umweltfreundlichen Stromerzeuger auf Dächern öffentlicher Gebäude wie dem Schulzentrum Saterland, der Grundschule Ramsloh oder der Sporthalle in Scharrel.

Bunt wurde es im Mai, als der Musikverein Scharrel sein 60-jähriges Bestehen feierte. Nach den Salutschüssen des Böllervereins setzte sich am Sonntag der Festumzug in Bewegung. Gut 300 Musikerinnen und Musiker aus Neuscharrel, Harkebrügge, Friesoythe, Gehlenberg, Thüle, Markhausen, Ramsloh, Sedelsberg und Scharrel marschierten musizierend durch den Ort. Aufgelockert wurde der Festumzug durch die örtlichen Vereine, die sich für den Jubilar mächtig ins Zeug gelegt hatten.

Im Sommer begann ein Projekt im Moor zur Gewinnung von sogenannten Torfmoosen. Das Torfwerk Moorkultur Ramsloh hat gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Greifswald und Rostock überprüfen lassen, inwieweit getrocknete lebende Torfmoose, die relativ schnell nachwachsen, bei der Produktion von Blumenerde als Ersatz für Torf dienen können. Derzeit läuft das Projekt noch, in zwei Jahren soll sich ein Tormoosrasen gebildet haben. Doch nicht nur ökologisch hat sich im vergangenen Jahr etwas im Saterland verändert, sondern auch politisch.

Nach den Kommunalwahlen im September wurde ein neuer Gemeinderat konstituiert. Neun neue Ratsleute bestimmen nun das Geschehen in der Gemeinde mit. Zuvor hatte es in der politischen Landschaft Änderungen gegeben. SPD-Ratsherr Wilfried Pörschke wechselte zur CDU, genau wie die ehemalige UWG-Ratsfrau Astrid Dey.

Auch das gehört zum Saterland 2011: Zahlreiche Verkehrsunfälle haben mehrere Tote zur Folge. So wie der schwere Unfall im Februar in Ramsloh, bei dem ein 33-Jähriger aus Rhauderfehn starb. Mit insgesamt fünf Verkehrstoten führt das Saterland die traurige Bilanz der Verkehrstoten im Nordkreis an.