SCHARREL/RAMSLOH - SCHARREL/RAMSLOH - „Als rasenden Priester auf dem Fahrrad haben die Gläubigen in Scharrel, Ramsloh und Sedelsberg Sie in den vergangenen nahezu zwei Jahren kennen- und schätzen gelernt. Alt und Jung haben sie dabei als liebens-, verständnis- und vertrauensvollen Seelsorger in ihr Herz geschlossen“, lobte Heinz-Gerd Klären als Vertreter der Scharreler Vereine Pfarrer Andreas Lüke bei seiner Verabschiedung im Bonifatiushaus. Der Geistliche tritt heute sein neues Amt in Ahlen an.
„Auf diese Feier hätten wir lieber verzichtet“, fügte Kirchenprovisor Friedrich Sadelfeld in seiner Begrüßung im bis auf den letzten Stehplatz voll besetzten Bonifatiushaus hinzu. Alle Bemühungen des Pfarrgemeinderates und des Kirchenausschusses, den Pfarrer hier zu behalten, seien fehlgeschlagen. Anfang 2005 ist Vicarius Cooperator Pfarrer Andreas Lüke ins Saterland gekommen und hat neben seiner Tätigkeit als Priester in einer Tischlerei in Rhauderfehn gearbeitet. Insbesondere an den Abenden und Wochenenden hat er viele Aufgaben eines Seelsorgers in den Pfarrgemeinden St. Peter und Paul in Scharrel, St. Jakobus in Ramsloh und St. Petrus Canisius in Sedelsberg
übernommen.
Enttäuschung bei den Gläubigen und Vereinen in Scharrel, aber auch in Ramsloh und Sedelsberg, die sich am Mittwochabend in Scharrel und am Donnerstagabend in Ramsloh von Andreas Lüke verabschiedeten und ihm für seine neue Tätigkeit alles Gute wünschten. In Scharrel hielten die Vereine und Gläubigen gleich mehrere Überraschungen bereit. Nach dem Abschiedsgottesdienst hatten die Vereine Andreas Lüke mit ihren Banner- und Fahnenabordnungen zum Bonifatiushaus begleitet, wo er von der Kolpingjugend mit einem großen Transparent empfangen wurde. Der
Musikverein brachte zum Abschied ein Ständchen und die Gesangsgruppe Kreativ umrahmte die Abschiedsfeier mit verschiedenen Liedbeiträgen. Auch die Seelter Dons- un Drachtenkoppel hatte es sich nicht nehmen lassen und war in ihrer Tracht angetreten, um Andreas Lüke zum Abschied einige Volkstänze mit auf den Weg zu geben. Und der Geistliche ließ sich sogar persönlich zu einem Tänzchen hinreißen.
Viele Hände musste Pfarrer Andreas Lüke in den vergangenen Tagen im Saterland schütteln, viele Bürger verabschiedeten sich persönlich von ihm. Ein Geistlicher, den die Saterländer gerne als Seelsorger in ihrer Gemeinde behalten hätten, denn er hat sich mit viel Freude und großem Eifer in den verschiedenen Gruppen und Gremien der Kirchengemeinden, aber auch bei der Mitgestaltung weltlicher Feste, eingebracht.
Am heutigen Sonnabend wird Pfarrer Andreas Lüke um 17.30 Uhr in St. Gottfried in Ahlen in Westfalen als Priester in sein Amt eingeführt. Lüke wird neuer Pfarrer in der Seelsorgeeinheit mit den Kirchengemeinden St. Gottfried, St. Josef und St. Lambertus in Ahlen. Zur Einführung von Andreas Lüke fahren die Scharreler heute mit einem Bus mit 53 Personen nach Ahlen.
