Saterland - Nicht auf Probleme und Skandale durch intensive Landwirtschaft und dichten Viehbesatz reduziert wissen möchte der Heimatbund für das Oldenburger Münsterland die Region.

Der Präsident des Heimatbundes, Hans-Georg Knappik, betonte am Sonnabend auf dem Münsterlandtag im Saterland, das Oldenburger Münsterland sei auch eine Region mit weltweit operierenden Betrieben, eine Kulturregion mit eigenen Wurzeln und Traditionen, in der Werte wie Geradlinigkeit, Verlässlichkeit, Arbeitsethos, Tatkraft und Risikobereitschaft hoch geschätzt würden.

Gleichwohl, so Knappik vor mehr als 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kirche, müssten problematische Folgen durch die Intensivierung und Modernisierung der landwirtschaftlichen Produktion wie etwa Nitratbelastungen, Flächenkonkurrenz oder Rückgang der Artenvielfalt verstärkt angegangen werden. Der Heimatbund sieht nachhaltige Lösungen noch in weiter Ferne und erneuerte seinen Appell, „Fehlentwicklungen zu korrigieren und nachhaltige Lösungen“ anzugehen.

Festredner auf dem Münsterlandtag, den der Heimatbund jährlich im Wechsel in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta veranstaltet, war der Staatssekretär im niedersächsischen Innenministerium, Stephan Manke. Er lobte die Wirtschaftskraft und Zukunftsaussichten im Oldenburger Münsterland, sagte in Bezug auf den Elisabethfehnkanal, ein dauerhafter Erhalt sei unabdingbar und forderte die Bundesregierung auf, dem Küstenkanal eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Bekannt gegeben wurden auf dem Münsterlandtag auch die Preisträger des diesjährigen Schülerpreises, den der Verbund jährlich auslobt: In der Kategorie Grundschule siegte die Kardinal-von-Galen-Grundschule Dinklage, in der Sekundarstufe I die Schülergenossenschaft der Heinrich-von-Oytha Schule Friesoythe und in der Kategorie Facharbeiten Gymnasiale Oberstufe Paula Wesselmann (Liebfrauenschule Cloppenburg).

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)