STRüCKLINGEN - In Strücklingen ist die Welt offensichtlich nicht mehr in Ordnung. Etliche Bürger wollen politisch einen neuen Kurs einschlagen.

Von Michael Keim

STRÜCKLINGEN - Seit einiger Zeit treffen sich freitags Männer und Frauen aus Strücklingen, um die Politik der Gemeinde und die eigene Ortsentwicklung zu diskutieren. Zufrieden sind sie nicht.

So formuliert es unter anderem Franz Schulte auf NWZ -Anfrage. „Im Ort Strücklingen gibt es eine gewisse Unzufriedenheit, die kann man nicht unbedingt an einzelnen Sachen festmachen.“

Sicher sei man nicht glücklich darüber, dass viele Geschäfte am Ort in der Vergangenheit geschlossen hätten. „Das der Bürgermeister da nichts für kann, wissen wir auch. Das ist eben Wirtschaft.“ Und so sei es auch zu verstehen, dass sich im Zentrum der Gemeinde, in Ramsloh, vieles konzentriere. Auch dass hätten weder Bürgermeister noch die Kommunalpolitik zu verantworten.

Dennoch glaubt Schulte, dass es Alternativen zu den jetzigen Parteien und Rafsfraktionen geben müsse. „Der Bürger muss im September bei der Kommunalwahl mehr Möglichkeiten haben, sein Kreuzchen zu machen.“

Doch so richtig konkret sind die Vorstellungen der „unzufriedenen Strücklinger“ noch nicht. Von der Gründung einer Wählergemeinschaft ist die Rede, obwohl es im Saterland die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) bereits gibt. Sogar auf Kandidatensuche könne man sich begeben. „Dadurch ergeben sich im Hinblick auf die Ratsbesetzung neue Perspektiven“, schreibt auch Traute Reinemann, ebenfalls in der Bürgerinitiative aktiv.

Erst am Freitag trafen sich rund 40 Strücklinger im Strücklinger Hof, um über ihren Unmut zu sprechen. „In regelmäßigen Abständen sollen weitere Treffen stattfinden. Der nächste Termin wird noch bekannt gegeben“, so Reinemann. Vielleicht werden dann ja auch konkrete Ansatzpunkte formuliert.

Bürgermeister Hubert Frye bot derweil Gesprächsbereitschaft mit den Strücklingern an. „Es ist besser miteinander zu sprechen als übereinander.“