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NWZonline.de Gartenzeit Schädlinge und Nützlinge

Expertentipp: Die richtige Pflanzenwahl für einen bienenfreundlichen Garten

20.03.2020

Bienen und damit auch die Imkerei sind das große Hobby von Alfred Meyer aus Bad Zwischenahn. Seit 1984 ist der ehemalige Baumschulgärtner mit Leib und Seele dabei – und achtet deshalb auch genauestens darauf, dass die Tiere genügend Nahrung in seinem Garten finden. Und er ist überzeugt davon, dass jeder etwas dafür tun kann, dass Bienen und andere Hautflügler sich bei den Menschen wohl fühlen: „Egal, ob es sich um einen großen oder kleinen Garten oder gar einen Balkon handelt: Wer die richtigen Pflanzen wählt und damit das ganze Jahr über etwas Blühendes vorweisen kann, der bietet den Tieren einen geeigneten Lebensraum“, so der Fachmann, der sich jedes Jahr wieder über die intakte Natur auch in seinem Garten freut. „Gerade in den Zeiten der Monokulturen durch die Landwirtschaft ist es umso wichtiger, an anderen Orten für bienenfreundliches Pflanzenwachstum zu sorgen.“

Wer allerdings einen großen Garten hat, der sollte auch darauf achten, dass er insektenfreundlich pflanzt. „Sehr gut funktioniert dies mit Bäumen und Sträuchern, beispielsweise mit Schneeball, der schon bald blühen wird, Obstbäumen oder der Weide.“ Auch in kleinen Gärten kann man gut einen oder mehrere Bäume anpflanzen. „Es gibt spezielle, kleinwüchsige Sorten wie das Pfaffenhütchen oder den Faulbaum. Dieser wird maximal vier Meter hoch und blüht von Ende April bis in den Oktober hinein – also ideal für die Verpflegung der Bienen. Sträucher und Büsche wie Besenginster, Stachel- oder Himbeeren sind dafür ebenfalls geeignet“, so der Vorsitzende des Imkervereins Bad Zwischenahn. Beliebt ist auch die Scheinquitte. „Und deren Früchte eignen sich hervorragend für Marmeladen“, fügt Ehefrau Inge hinzu. Gerade im Frühjahr bietet der noch sonnige Platz unter Bäumen auch den ersten Blühern im Jahr ein gutes Plätzchen: Krokusse, Märzenbecher oder Schneeglöckchen erfreuen die Tierwelt durch ihr reichhaltiges Nahrungsangebot.

Gegen die Triefnase

Vielen Menschen macht derzeit der Pollenflug zu schaffen. Atemwegsbeschwerden und juckende Augen sind einige der Symptome von betroffenen Allergikern. Einen Versuch wert ist der Tipp von Imker Alfred Meyer: „Wenn man bereits im Oktober anfängt, täglich einen Esslöffel ,Echten deutschen Honig‘ Sorte Frühtracht aus der Region zu verzehren, dann hat sich der Körper bis zum Frühling an die Pollen gewöhnt, die ihm früher zu schaffen gemacht haben.“

Nur für’s Auge

Leuchtende Farben, ein wunderbarer Duft – viele Pflanzen ziehen derzeit unsere Blicke magisch auf sich. Den Hautflüglern sind viele davon jedoch egal. Gerade Narzissen, Forsythien und Stiefmütterchen erhöhen die Freude über den Frühling, bieten jedoch weder Nektar noch Pollen für Biene & Co.

Darauf fliegen wir!


Was im Jahresverlauf wann blüht, das verrät diese Übersicht:

Frühling:

Geißblatt, Kornelkirsche, Kirsche, Ahorn, Edelkastanie, Felsenbirne und alle Weidenarten stehen schon bald in voller Blüte und bieten den Hautflüglern einen reich gedeckten Tisch. Aber auch Schlehen, Hecken- und Wildrosen sind geeignete Nahrungsspender für die Bienen und ihren Nachwuchs.

Ganz früh blüht auch die Winterheide, die ein wahres Kraftpaket ist, was Nektar und Pollen betrifft.

Sommer:

Jetzt ist die Zeit der Stauden gekommen, die bereits im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten worden sind, um eine reiche Blütenfülle zu garantieren. Schon ganz früh dabei ist der Storchschnabel, später folgen dann Lavendel, Fette Henne, Flockenblume, Himmelsleiter und Huflattich. Ganz wichtig: Alle Sorten sind gut für die Insekten.

Sehr beliebt sind die Kräuter, die man ruhig blühen lassen sollte, um den Nahrungsbedarf der fleißigen Bienchen zu decken.

Auch sehr schön ist der Tausendblütenbaum Evodia Hupehensis. „Das ist dann im Juli ein Gesumme; ein ganzes Bienenvolk passt darauf“, erzählt Alfred Meyer.

Einjährige Samenmischungen, die speziell auf Bienen ausgerichtet sind, eignen sich ebenfalls sehr gut, um die geflügelten Tierchen anzulocken.

Herbst:

Hier kann Efeu mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot punkten. Ganze Schwärme sind dann dort zu finden, da das restliche Angebot bereits knapp wird. Sehr schön kann es auch aussehen, wenn dieser an einem Baum hochrankt.

Astern und Chrysanthemen geben jetzt den Ton an und laden zum Auftanken ein.

Wer sich jetzt für das Pflanzen von Apfelbäumen entscheidet, sollte sich vom Gärtner gut beraten lassen, damit hinterher die Bestäubung auch funktionieren kann.

(In den kommenden Wochen veröffentlichen wir ausgewählte Highlights aus früheren Gartenzeit-Ausgaben. Dieser Artikel stammt ursprünglich vom 11. April 2017)

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