Schortens - In der Debatte ums Schortenser Aqua Toll wirbt Bürgermeister Gerhard Böhling für den Erhalt des Bads: „Schortens braucht ein Hallenbad für die Bürger, die Schulen und die Vereine.“ Der Zuschuss von 300 000 €Euro im Jahr sei für den Haushalt tragbar, die anstehenden Sanierungsmaßnahmen an städtischen Gebäuden sei kein Hinderungsgrund.
Nein von CDU und Grünen
Am 27. März wird es eine Sonderratssitzung geben, in der der Verwaltungsvorschlag zur Diskussion steht. Vorgesehen ist ein Rückbau des Aqua Toll zum Hallenbad mit Kleinkindbecken und kleinen Saunen. Die CDU-Fraktion wie auch die Gruppe Grüne/Anja Kindo/Anne Krüger/Wolfgang Ottens haben bereits angekündigt, dass sie diesem Vorschlag nicht zustimmen werden (die NWZ berichtete).
Als Grund nennen CDU wie auch Grüne/Kindo/Krüger/Ottens, dass die jährlichen Zuschusskosten ins Bad höher als 300 000 Euro liegen werden. Zudem verweisen beide Fraktionen auf den Sanierungsbedarf bei Grundschulen, Sporthallen, Bürgerhaus und weiteren Gebäuden, der bei rund 20 Millionen Euro liege.
Hoher Sanierungsbedarf
Böhling bestätigte, dass die Sanierungskosten für öffentliche Gebäude einen zweistelligen Millionenbetrag ergeben. Allerdings nur, wenn man von Neubau-Standards ausgehe. „Ich stelle den Neubau-Standard in Frage: Es sollte das gemacht werden, was wirtschaftlich tragbar ist. Dann wird sich der Aufwand relativieren“, betont Böhling.
Sobald Sanierungsmaßnahmen feststehen, sei ein mit der Politik abgestimmter Zeit- und Investitionsplan aufzustellen. Die Sanierungen seien dann in den Folgejahren je nach Haushaltssituation abzuarbeiten, so Böhling.
Er rechnet vor, dass sich bei einem Jahreszuschuss von 300 000 Euro fürs Aqua Toll in der Finanzplanung für die Folgejahre, in denen noch von 600 000 €Euro Zuschuss fürs Bad ausgegangen wurde, das Ergebnis um 300 000 € pro Jahr verbessert. Für 2016 bedeute das, dass der Überschuss nicht 347 000 €Euro sondern 647 000 €Euro betragen wird und für 2017 statt 474 000€ Euro 774 000 €Euro.
