Schortens - Wer an der Langsamstraße von Glarum zur Grünen Werkstatt der GPS im Barkeler Busch entlangtrödelt, bummelt oder schlendert, der kann mittlerweile an sechs Verweilstationen pausieren und die Seele baumeln lassen: Sehenswert sind das Wunderland von Helga de Buhr mit den übergroßen Kunst-Blumen und der Gänseturm, den die Pfadfinder errichtet haben. Eine überdimensionale Windrose, eine Wohnzimmer-Garnitur mitten in der Pampa, ein Picknickplatz oder die Memory-Station sind im vorigen Jahr entstanden. Neuestes Projekt ist die Wurmstation (die NWZ berichtete), die im Spätsommer fertig werden soll.
Fasziniert von dem Projekt Langsamstraße und dem Engagement, mit dem die Beteiligten der Grünen Werkstatt oder des Café Suutje in Barkel zu Werke gehen, ist auch Dr. Holger Bräuer, Leiter des Eon-Kraftwerks. Bräuer wurde kürzlich in den Ruhestand verabschiedet, hatte auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für das Projekt Langsamstraße des Vereins Lebensweisen, der GPS und der Volkshochschule geworben. 3300 Euro kamen dabei zusammen, die Bräuer nun an die Initiatoren von Langsamstraße und Grüner Werkstatt übergab. „Es ist faszinierend, was sich hier entwickelt hat“, sagt Bräuer. Das Engagement der jungen Leute, die mit viel Kreativität die Verweilstationen entwickelten, habe ihm imponiert.
Neben der Wurmstation könnten noch zwei weitere Stationen entstehen, so Peter Finkenstädt von den Lebensweisen. Und VHS-Leiter Michael Hellbusch sagt: „Das hier ist der Gegenentwurf zur dreispurigen Autobahn.“
