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Einrichtungen öffnen Montag Neustart in Kindertagesstätten

Heidmühle - Die Freude bei Kindern, Eltern und Erzieherinnen ist gleichermaßen groß: Montag beginnt der Neustart in den Kindertagesstätten. Zunächst werden alle Kinder, die im Sommer eingeschult werden, ihre Gruppen in den Kitas wieder besuchen.

„Zum Glück kommen alle Kinder noch mal mit ihren bisherigen Freunden und Erzieherinnen zusammen und können die letzten Wochen noch genießen und dann vom Kindergarten Abschied nehmen“, sagt Angela Andersen, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Heidmühle. Zeremonien, kleine Feste zum Abschied hält sie für wichtig: „Nur so kann man einen Lebensabschnitt gut zu Ende bringen, damit man sich dann auf etwas Neues einlassen kann.“

Von den 115 Kindern, die die Einrichtung besuchen, werden 36 in diesem Sommer eingeschult. Seit sich wegen der Corona-Pandemie für Schulen und Kindertagesstätten Mitte März die Türen schlossen, waren nur noch wenige Kinder in der Notbetreuung in den Gruppen, zuletzt waren zwei Gruppen mit jeweils sieben Kindern in der Kindertagesstätte Heidmühle angemeldet.

Kontakt zu den Eltern gehalten

Erst Mitte dieser Woche kam die Nachricht, dass die Vorschulkinder die Einrichtungen ab Montag wieder besuchen dürfen. Genau wie in den Schulen war eine umfangreiche Vorbereitung nötig, auch wenn in der Kita nicht alles auf Abstand funktionieren wird. Es werden aber nicht alle Kinder gleichzeitig in ihre Gruppen kommen. Montag wird sich an der Gruppengröße von sieben Kindern nichts ändern. Die Kinder werden tageweise wechselnd und anfangs für nur zwei Stunden den Kindergarten besuchen. „Wir haben einen genauen Stundenplan entwickelt, wann jedes Kind kommen darf. Weil wir so enge Flure haben, muss auch die Ankunftszeit ganz genau eingehalten werden, sodass jedes Kind, das ja auch von einem Erwachsenen begleitet wird, einzeln in den Kindergarten kommt“, erklärt Andersen.

Die Einrichtungsleiterin und alle Erzieherinnen haben in den vergangenen Wochen so gut es ging, Kontakt zu den Eltern gehalten und jeder Familie signalisiert, dass es in der Kindertagesstätte immer ein offenes Ohr gibt. „Kinder hatten in den vergangenen Wochen in der Gesellschaft noch weniger eine Stimme, als das sonst schon der Fall ist. Und bei allen Sorgen, die Familien derzeit haben, um den Arbeitsplatz, darum, ob das Geld reicht und wie die Kinder gut betreut werden können, ist es nicht verwunderlich, wenn Kinder mitunter das Gefühl haben, sie seien mehr eine Last als ein Grund zur Freude“, so Andersen. Hier hat das Kollegium der Kindertagesstätte durch Briefe, Anrufe oder auch kleine Botschaften, die an die Haustür gebracht wurden, den „Draht“ zu den Familien aufrecht erhalten – kontaktlos. „Wir haben ganz tolle Eltern, keiner hat sich beschwert, alle haben sich an die Regeln gehalten und super mitgemacht“, lobt die Leiterin.

Wenn es am Montag wieder losgeht, führt der erste Weg für jedes Kind zum Händewaschen. Die Freude wird groß sein, die Freunde wiederzusehen.

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