Roffhausen - Seit 2007 gibt es im Technologie Centrum Nordwest (TCN) in Roffhausen das Olympia-Museum des Heimatvereins Schortens. Vor zehn Jahren übernahm Peter Homfeldt die Leitung. Der frühere Olympianer erweiterte die von Alfred Amman und Dr. Regina Rüdebusch begonnene Ausstellung, schaffte mit der Förderung des Landes Niedersachsen einige Vitrinen an, in denen die Exponate die Geschichte der Olympia-Werke, ihrer Menschen und Produkte anschaulich darstellen.
Rund 40 Büromaschinen sind ausgestellt, beginnend mit der AEG Mignon-Schreibmaschine, die es ab 1903 erstmals erlaubte, mittels Kohlepapier Durchschläge zu produzieren, deren Leserlichkeit nicht von der Handschrift des Verfassers abhing. Auch Olympia-Filme und Werkszeitschriften wie der „Olympia-Ring“ von 1951 bis 1970 ergänzen die Ausstellung, die jährlich zwischen 400 und 500 Gäste zählt. Die Ausstellung schafft es, dass regionale Geschichte lebendig wird, denn in der besten Phase des Unternehmens arbeiteten mehr als 10 000 Leute für Olympia.
Es gibt im Museum Maschinen zum Ausprobieren in bequemer Stehhöhe und ein kleines Lager mit Sondermodellen, die nicht ständig gezeigt werden, etwa einer Schreibmaschine mit chinesischen Schriftzeichen. „Selten werden noch Schreibmaschinen angeboten“, berichtet Peter Homfeldt, „die beim Aufräumen entdeckt wurden“.
Peter Homfeldt, der 1953 bis 1989 „Olympianer“ und im Produktmanagement tätig war, möchte altersbedingt nun kürzertreten und die Museumsleitung einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin übergeben. Es solle jemand sein, der oder die gerne kommuniziert, an Wochenenden zeitlich flexibel ist und sich über die Besuchergruppen, die auch gerne die benachbarte Cafeteria „Olymp“ nutzen, freut. Öffnungen gebe es nur für Gruppen auf Anmeldung. „Technisches Detailwissen ist weniger nötig, das bringen die Gäste meist mit“, versichert Peter Homfeldt.
Aufgrund seiner Größe können Abstände mit mehreren Personen im kleinen, aber feinen Olympia-Museum nicht eingehalten werden. Anfang 2020 gab es noch 50 Gäste, seither ist das Museum zu.
Wenn es Lockerungen bei den Corona-Vorschriften gebe, so hoffen Peter Homfeldt und Johannes Peters als Vorsitzender des Heimatvereins, kommen wieder Radausflügler vorbei. Der Kontakt zu Bildungseinrichtungen wie den Berufsbildenden Schulen Wilhelmshaven, quasi die Enkelgeneration der Olympianer, lebe wieder auf. Sonderausstellungen seien künftig ebenso denkbar wie Bachelorarbeiten zu bestimmten Themenschwerpunkten. Interessierte, die sich von Peter Homfeldt einarbeiten lassen möchten, können sich gerne unter
