Roffhausen - Im Technologie Centrum Nordwest (TCN) in Roffhausen gibt es seit 14 Jahren das Olympia-Museum des Heimatvereins Schortens. Vor zehn Jahren hatte Peter Homfeldt die Leitung übernommen. Der frühere Olympianer erweiterte die von Alfred Amman und Dr. Regina Rüdebusch begonnene Ausstellung, schaffte mit Hilfe der finanziellen Förderung des Landes Niedersachsen einige Vitrinen an, in denen die Exponate die Geschichte der Olympia-Werke, ihrer Menschen und Produkte anschaulich darstellen.

Rund 40 Büromaschinen werden gezeigt, beginnend mit der AEG-Mignon-Schreibmaschine, die es ab 1903 erstmals erlaubte, mittels Kohlepapier Durchschläge zu produzieren, deren Leserlichkeit nicht von der Handschrift des Verfassers abhing. Auch Olympia-Filme und Werkszeitschriften wie der „Olympia-Ring“ aus der Zeit von 1951 bis 1970 ergänzen die Ausstellung, die jährlich zwischen 400 und 500 Gäste zählt. Die Ausstellung schafft es, dass regionale Geschichte lebendig wird, denn in der Hochzeit des Unternehmens arbeiteten mehr als 10 000 Leute für Olympia.

Es gibt im Museum außerdem Maschinen zum Ausprobieren und ein kleines Lager mit Sondermodellen, die nicht ständig gezeigt werden, etwa eine Schreibmaschine mit chinesischen Schriftzeichen. „Selten werden noch Schreibmaschinen angeboten, „die beim Aufräumen entdeckt wurden“, berichtet der Museumsleiter.

Peter Homfeldt, der 1953 bis 1989 Olympianer und im Produktmanagement tätig war, möchte altersbedingt nun kürzertreten und die Museumsleitung einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin übergeben. Es solle jemand sein, der gern kommuniziert, an Wochenenden zeitlich flexibel ist und sich über die Besuchergruppen, die auch gern die benachbarte Cafeteria „Olymp“ nutzen, freut. Das Museum ist nur für Gruppen nach Anmeldung geöffnet. „Technisches Detailwissen ist weniger nötig, das bringen die Gäste meist mit“, versichert Peter Homfeldt.

Aufgrund der Raumgröße können Abstände bei mehreren Personen im kleinen, aber feinen Olympia-Museum nicht eingehalten werden. Anfang 2020 gab es noch 50 Gäste, seitdem ist das Museum zu.

Wenn es Lockerungen bei den Corona-Vorschriften gebe, so hoffen Peter Homfeldt und Johannes Peters als Vorsitzender des Heimatvereins, kämen auch wieder Radausflügler vorbei. Und auch der Kontakt zu Bildungseinrichtungen wie den Berufsbildenden Schulen Wilhelmshaven, quasi die Enkelgeneration der Olympianer, lebe wieder auf. Sonderausstellungen seien künftig ebenso denkbar wie Bachelorarbeiten zu bestimmten Themenschwerpunkten.  Interessierte können sich unter T   04461 / 80418 bei Peter Homfeldt melden.