SCHORTENS - Das Projekt 'Energiesparkids' hat viele Gewinner. Zum einen spart die Kommune, zum anderen werden die Teilnehmer am finanziellen Erfolg beteiligt.
Am Dienstag zog nun Wiebke Schönbohm-Wilke als Projektleiterin aus dem Regionalen Umweltzentrum eine Bilanz für die Jahre 2010 und 2011. Insgesamt wurden an sechs Schortenser Grundschulen 38,7 Tonnen Kohlendioxid eingespart. 'Dies entspricht der Arbeit von 1935 Bäumen, also ein kleiner Wald', verdeutlichte Schönbohm-Wilke.
Die Stadt Schortens als Eigentümerin der Schulen hat insgesamt 6852 Euro bei Strom und Gas eingespart. Und weil dieser aktive Beitrag zum Klimaschutz sich mehrfach auszahlt, profitieren auch die Schulen und das Umweltzentrum vom Erfolg mit. Die Schulen setzen in der Regel ihre 30 Prozent von der Ersparnis in aktiven Umweltschutz wieder um. So sollen auf Dauer 'Energiefresser' ausgeschaltet werden.
So wird beispielsweise das Licht in den Klassenräumen ausgeschaltet, wenn die Kinder rausgehen. Beim Lüften wird das Fenster weit geöffnet, die Heizung in dieser Zeit abgestellt. Diese scheinbar kleinen Handgriffe zahlen sich aus und schützen das Klima.
An den Grundschulen achten ausgebildete Energiesheriffs aus der Klassengemeinschaft darauf, dass der Stromverbrauch gedrosselt werden kann. Auch die Hausmeister sind in die Arbeit eingebunden, so wurden beispielsweise Bewegungsmelder in Fluren und Toiletten installiert. Die Kinder tragen ihr Erlerntes auch nach Hause. Dort werden immer häufiger schaltbare Steckdosen genutzt, und auch ein Ladekabel fürs Handy 'frisst' Strom, selbst wenn das Handy gar nicht aufgeladen werden muss.
Bürgermeister Gerhard Böhling überreichte im Rathaus den Energiespar-Experten entsprechende Urkunden und Projektleiterin Schönbohm-Wilke Energiebücher und Handpuppen.
