Schortens - „Wenn am 1. Dezember die letzte Fliese im neuen Hallenbad AquaFit verklebt ist, könnte der Eröffnungstermin gehalten werden. Aber auch dann wird es ein mörderischer Ritt auf Messers Schneide.“ So beschrieb Architekt Ludger Schulte vom Planungsbüro pbr in Osnabrück am Mittwochabend vor dem Bäderausschuss Schortens den zeitlichen Ablauf bis zur Eröffnung des Bads.

Dabei hatte er zurückgerechnet vom geplanten Eröffnungstermin am 1. Februar 2019 bis zum 1. Dezember. Diese zwei Monate werden gebraucht, um das Bad einzurichten.

AquaFit Schortens: Eintrittspreise

Der Schwimmbad-Eintritt beinhaltet Baden und Saunabesuch. Der Eintritt wird nach Dauer des Aufenthalts im Bad berechnet:

Kurzzeit-Tarif – maximal 1,5 Stunden Aufenthalt:  Erwachsene: 5 Euro; Zehnerkarte: 40 Euro.

Langzeit-Tarif – ohne Zeitlimit:  Erwachsene: 7,50 Euro; Zehnerkarte: 60 Euro.

Kinder/Jugendliche ab vier Jahren zahlen 3,50 Euro und für die Zehnerkarte 28 Euro.

Sondertarif für Früh- , Abend- , Damen- und Seniorenschwimmen (maximal 1,5 Stunden): 2,80 Euro.

Allein das Einlassen des Wassers dauert, anders als in der heimischen Badewanne, zehn Tage. Danach muss das Wasser untersucht werden, die Anlagen müssen technisch abgenommen werden und das Bad braucht eine Phase des Probebetriebs – Schwimmbadtechnik, Pumpen Filter müssen einwandfrei laufen, sonst wird es nichts mit der Eröffnung. Rund 25 Tage wird das dauern, sagte Schulte. Weihnachten und Silvester/Neujahr fallen in den Probebetrieb und damit viele Feier- und Urlaubstage.

Das alles könnte auch im laufenden Betrieb stattfinden, wäre dann aber erheblich schwieriger.

Ursprünglich war geplant, das AquaFit noch in diesem Jahr wiederzueröffnen – doch der extrem kalte Winter hatte die Betonsanierung im Altbau verzögert. „Das eine führt zum anderen“, sagte Schortens’ Bauamtsleiter Theodor Kramer: Denn ein Gewerk folgt aufs andere – und wenn es bei einem Bauabschnitt Verzögerungen gibt, verschiebt sich auch alles andere.

Doch auch wenn der Eröffnungstermin 1. Februar wackelt – die Entgelte stehen in den Grundzügen fest. Die Tarifstruktur basiert auf einem Vorschlag von Janto Just (WFF). Einige Fragen sind zwar noch offen – etwa ein Tarif für Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen und die Entgelte für Vereine und Schulen – der Ausschuss stimmte der Struktur jedoch mit Mehrheit zu. Einen Familientarif wird es nicht geben, weil darunter die Übersichtlichkeit der Tarife leiden würde und weil, so die Erfahrung, der Tarif gern ausgenutzt wird.

Laut der errechneten Betriebszahlen bleibt das AquaFit unter dem maximalen Zuschussbedarf von 300 000 Euro im Jahr. Bei 55 000 Besuchern pro Jahr müsste die Stadt je nach Steuersatz 263 000 Euro bei sieben Prozent und 286 000 Euro bei 19 Prozent zuschießen. Welcher Steuersatz gilt, muss das Finanzamt erst noch mitteilen.