SCHORTENS - Ein Tag in der Woche ist bei den meisten Familien der Waschtag. Dann werden Hemden, Hosen und Socken sortiert. Die Waschmaschine bestückt, sie säubert alles. Der Trockner oder die frische Luft übernehmen den Rest. Nur zusammengelegt wird noch von Hand. Was heute so einfach funktioniert, war vor 80 Jahren ein wahrer Kraftakt. Tage hat es gedauert, bis dreckige Wäsche wieder sauber war – alles Handarbeit. Technik und Möglichkeiten, die die Familien damals nutzten, sind ab morgen, Sonntag, in der Ausstellung 'Omas Waschtag – wie sah der Waschtag bei meiner Oma aus?' im Heimathaus (Jadestraße 8) zu sehen.
Die Kochwäsche trägt ihren Namen noch von früher, als sie in einem Kessel auf dem Herd gekocht wurde. Ein solches Relikt zeigen Peter Homfeldt, Ilse Detjen (beide Heimatverein) und Heino Albers ab 11.15 Uhr. Dann wird der gusseiserne Bottich vor die Tür gestellt und original Kleidung aus dem 20. Jahrhundert gerührt und gewaschen. Eine Erleichterung für die Frauen kam in den 50er Jahren auf, als die ersten Waschmaschinen bezahlbar wurden. 'Im Eisenwarenladen konnte man sich auch für zwei Mark eine Waschmaschine für einen Tag ausleihen', erklärt Heino Albers. Das Waschpulver, Wäscheklammern und Bügeleisen haben die Mitglieder des Heimatvereins ebenfalls zusammengetragen und in Vitrinen thematisch sortiert.
Die Ausstellung ist jeweils am Sonnabend und Sonntag, 28., 29. September, 5. Oktober, 6., 12., 13., sowie 19. und 20. Oktober jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Führung für Schulklassen und Gruppen bietet Homfeldt an, anmelden unter 04461 / 80418.
