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Engagement für Kriegsopfer Die Hilfe ist jetzt dringender denn je

Schortens - Renate Brunken lässt nicht nach, wenn es darum geht, die notleidenden Menschen in der Ukraine zu unterstützen, seit Russland dort einen brutalen Angriffskrieg angezettelt hat. Dreimal hat die Schortenserin dringend benötigte Hilfsgüter in ihrem Sprinter bis zur polnisch-ukrainischen Grenze gebracht und beschloss dann, die Spenden Güter direkt in die ukrainische Stadt Solotschiw zu bringen. Mittlerweile ist sie bereits zehn Mal dort gewesen.

Und Renate Brunken sammelt fleißig weiter für die Ukraine. Aktuell benötigen die Menschen Medikamente, medizinische Geräte, Hygieneprodukte und Lebensmittel. Wie sie schildert, wird es aktuell aber schwieriger, diese Dinge zusammenzubekommen. Viele Menschen in der Region seien inzwischen „kriegsmüde“ geworden..

Doch der Krieg in der Ukraine tobt weiter, weitet sich aus. Russische Bomben und Raketen treffen vor allem die Zivilbevölkerung in den Städten und Dörfern. Tod und Leid begegnen den Menschen jeden Tag. Und es fehlt oft an den notwendigsten Dingen zum Leben.

Medikamente sind besonders wichtig

„Im April und Mai haben wir unseren Sprinter in wenigen Tagen mit Hilfsgütern beladen, jetzt passiert das nur noch alle paar Wochen. Es ist Urlaubszeit, niemand möchte an das Negative denken. Aber jetzt ist die Hilfe dringender denn je“, sagt Renate Brunken. Mit ihrem Mann Ralf Brunken und den Freunden Bettina Schild, Anke Heller und Oleg Meleh sucht sie nach Möglichkeiten, um die Wünsche der Ukrainer zu erfüllen.

Am häufigsten angefragt: Medikamente für Herz, Kopf und/oder Magen, Beruhigungs- und Schlafmittel, Salben und Cremes gegen Verbrennungen oder Sprays gegen Insektenstiche. Zudem sammeln die Helfer alle möglichen Hygieneprodukte und haltbare Lebensmittel.

„Ukrainische Krankenhäuser sind voll mit Verwundeten. Verbandsmaterial, blutstillende Medikamente und Schmerzmittel werden ständig in unbegrenzter Menge benötigt. Wir haben drei Ultraschallgeräte und eine Lungenfunktionsmaschine in die Ukraine gebracht. Ärzte des Ärztehauses in Zetel und des MVZ in Jever haben medizinisches Equipment gespendet, das mittlerweile ihren Kollegen in der Ukraine weiterhilft“, sagt die freiwillige Helferin aus Schortens.

Krieg mit den Augender Kinder sehen

Ihre ukrainischen Mitstreiter Olena Kupczyk und Marichka Smolinska sind froh, dass es Renate Brunken gelingt, fast alles zu finden und zu besorgen, was in der Ukraine so dringend benötigt wird. In kürzester Zeit. „Wir sind tief beeindruckt von der Freundlichkeit der Deutschen. Ich engagiere mich seit zehn Jahren ehrenamtlich und weiß, wie schwer es ist: Ruhe und Erholung gibt es nicht. Es ist eine große Hilfe für die Ukrainer. Wir verneigen uns tief vor allen, die an der Sammlung humanitärer Hilfe beteiligt sind. Auf solchen Menschen beruht die Welt“, sagt Kupczyk, die in Solotschiw freiwillige Hilfe annimmt.

Renate Brunken lädt alle ein, sich weiter an der humanitären Hilfe für die ukrainischen Menschen zu beteiligen. Denn jede Hilfe wird benötigt – auch Geldspenden, von denen Medikamente gekauft werden.

„Es fällt mir immer schwer zu beantworten, warum ich das mache. Wenn ich sehe, wie unschuldige Ukrainer leiden, kann ich nicht anders. Es ist eine Sache, den Krieg auf einem Fernsehbildschirm zu verfolgen. Eine andere ist es, ihn mit den Augen ukrainischer Kinder zu sehen. Du darfst nicht gleichgültig sein.“

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