Schortens - Brandermittler aus Jever und ein Sachverständiger untersuchten gestern unter der Mithilfe der Technischen Einheit der Zentralen Polizeidirektion aus Oldenburg das zerstörte Wohnhaus in der Plaggestraße. Ende Dezember war es hier zu einem Hausbrand gekommen, bei dem ein 82-Jähriger Bewohner zu Tode kam. Das Haus ist seitdem komplett zerstört.

Nachdem vorerst die Brandursache unklar war, scheint der Auslöser für das Feuer nun gefunden zu sein: Der Sachverständige geht mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von einem technischen Defekt in der Küche aus. Damit liege kein Selbstverschulden des Bewohners vor, teilte die Pressestelle der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland auf Nachfrage mit. Genauere Angaben zum Brandvorgang konnten vorerst nicht gemacht werden.

Systematisch wurde bei der Untersuchung der Brandschutt nach und nach abgetragen. „Das geschieht durch unsere Technische Einheit, da sie über die nötige Ausstattung verfügt“, erklärt Oberkommissarin Nadine Fiedler vom Polizeikommissariat Jever. Der Sachverständige war dadurch in der Lage, sich ein genaueres Bild zu verschaffen.

Das Wohnhaus in der Schortenser Plaggestraße geriet Ende Dezember in Vollbrand. Ein Großeinsatz mit fast 100 beteiligten Einsatz- und Rettungskräften folgte. Obwohl Nachbarn den 82-jährigen Bewohner noch aus dem brennenden Gebäude bergen konnten, starb er noch vor Ort. Die 71-jährige Ehefrau des Mannes sowie ein Nachbar mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Wegen der Rauchentwicklung hatte der Landkreis über das Katwarn-System eine Warnung ausgegeben.

Jonas Hegen
Jonas Hegen Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt