Schortens - In Schortens hat am Sonnabend das Grandhotel „Vier Ozeane“ eröffnet. Mit großen Szenen und jeder Menge Blumen, Champagner und Martinis flossen in Strömen, es gab Musik und Gesang und es waren gleich zwei Diven dabei. Auf der Bühne des ausverkauften Bürgerhauses ließ das Ohnsorg-Theater das Leben im Hamburg von 1953 lebendig werden, den Blick auf die Kulisse an der Binnenalster inklusive. Das Publikum hatte seine helle Freude an „Alarm in’t Grandhotel – Suite Surrender“ einem frisch-frechen Stück aus der Feder von Michael McKeever.

Unter der Regie von Murat Yeginer bescherten so bekannte Ohnsorg-Schauspieler wie Erkki Hopf, Sandra Keck und Beate Kiupel sowie auch neue Gesichter wie zum Beispiel Julia Kemp dem Publikum einen höchst vergnüglichen Abend. Alle, die dabei waren, werden sich auch schon einen Vermerk für die kommende Saison gemacht haben, denn dann soll mit dem Ohnsorg-Theater der legendäre „Tratsch im Treppenhaus“ erneut auf die Schortenser Bühne kommen, versprach Schortens Kulturkoordinator Uwe Burgenger bei der Begrüßung.

Doch nun zum Grandhotel: Zu einer Benefizgala ist Claudia McFadden, eine weltbekannte Sängerin mit Hamburger Wurzeln, für einen Auftritt fest eingeplant. Zugleich soll an dem Abend auch Schauspielerin Athena Sinclair eine Sequenz beitragen, die ebenfalls aus Hamburg stammt. Besser noch, beide Frauen waren in Kindertagen beste Freundinnen. Doch wie es eben häufig vorkommt, wenn man ganz dicke miteinander ist: Es gab Streit, jede Brücke ist abgebrochen.

Und mehr noch: Die Frauen haben in der Vergangenheit schon mehrfach medienwirksam mit gegenseitigen Handgreiflichkeiten auf sich aufmerksam gemacht. Da gilt es, die beiden Stars ganz weit voneinander entfernt unterzubringen und auftreten zu lassen. Wenn der zuvor minuziös erarbeitete Plan gut geklappt hätte, wär es nicht der Rede wert gewesen – und schon gar keine bühnenreife Komödie. Doch weil natürlich alles so herrlich schief läuft, hatte das Publikum richtig viel Spaß. Hoch- und Plattdeutsch liefen dabei sehr gelungen Hand in Hand.

Ein besonderes Bonbon erlebten die Zuschauer mit Marlo Voß als Turner. Im Jahr 1953 fand in Hamburg nämlich das Deutsche Turnfest statt, das bot den Anlass, einige Szenen mit toller Akrobatik einzuflechten, die einen extra Applaus verdienten.