Schortens - Gibt es wirklich ein Problem im Park „Hohe Gast“ oder wird mit einer neuen künstlichen Vogelschutz-Insel erst ein Problem geschaffen? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Mittwochabend die Mitglieder im Ausschuss für Planung, Umwelt und Bauen.
Hintergrund der Debatte ist ein Antrag der FDP-Fraktion, die eine künstliche Insel im „Gaster See“ für Wasservögel zum Schutz während der Brutzeit vorsieht. Knapp drei mal drei Meter soll die floßähnliche Insel groß sein und knapp 6500 Euro kosten, so sieht es ein Vorschlag der Verwaltung vor.
Elfriede Schwitters (FDP) berichtete davon, dass Anwohner in der Nähe des Sees von einer Problematik zwischen Hunden und Wasservögeln berichten. Es komme durch die Vierbeiner immer wieder zu Störungen im Brutverhalten der Vögel, daher solle eine schwimmende Insel nun für mehr Ungestörtheit sorgen. Schnell flammte jedoch eine Diskussion um die Leinenpflicht und die nahe gelegene Hundefreilauffläche im Park auf. Denn: Wenn sich mehr Wasservögel ansiedeln, treffen unweigerlich mehr Wildvögel und Hunde aufeinander.
Wolfgang Ottens (Grüne) machte darauf aufmerksam, dass eine Insel einen Leinenzwang für Hunde zur Folge hätte. Andreas Bruns (CDU) befürchtete, dass mit dem Antrag ein „Leinenzwang durch die Hintertür“ beschlossen werden solle. Ralf Thiesing (CDU) kritisierte zudem, dass in den veranschlagten 6500 Euro eventuelle Folgekosten noch nicht einkalkuliert seien und warnte vor einer Kostenexplosion.
Bei zwei Gegenstimmen sprachen sich die Mitglieder dafür aus, den Antrag zu verschieben und zunächst die Folgekosten ermitteln zu lassen.
