SCHORTENS/JEVER - Der 34 Jahre alte Funkkraftwagen des Katastrophenschutzes stand Freitagnachmittag bei Reiner Kunz in Schortens vor der Tür. Der 63-jährige Disponent der Gemeinsamen Leitstelle Friesland-Wilhelmshaven wollte eigentlich zum Frisör, nahm die spontane Einladung seiner Kollegen Martin Koch, Sascha Südkamp-Schüür und Jörg Rohlfsen an und setzte sich mit einem Schortens-Schild um den Hals in den Oldtimer. Der Disponent folgte den Anweisungen seiner Kollegen, die eine Abschiedsfeier in der FTZ, der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever, vorbereitet hatten.

'Reiner Kunz ist mehr als 30 Jahre dem Notruf treu geblieben', schilderte Maren Bartels als Geschäftsführerin der Leitstelle und dankte Reiner Kunz für die hervorragende Zusammenarbeit. Kunz ist einer der wenigen Friesen, der den Wandel von der Ein-Mann-Leitstelle zum technisch komplexen Anlauf in der Leitstelle mit strukturierter Notrufabfrage bis zum E-Call gemeistert hat. Noch zu acht Schichtdiensten fährt Reiner Kunz, dann geht er in den Ruhestand. Sein Kollege Jörg Rohlfsen schilderte, was der Reiner so alles im Job gemacht hat. Jeder Dienst umfasst ungefähr 40 Einsätze. Bei 6200 Schichten hat Kunz 248000 Einsätze koordiniert und geschätzte 500000 Mal telefoniert. Jedes Funkgespräch beendet Reiner Kunz mit 'Verstanden Ende', auch das werden die Kollegen vermissen. Zum Abschied gab es ein altes Notruftelefon aus der Leitstelle für den Schortenser.

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