SCHORTENS - Kritik an der NDR-Sommertour, die in Schortens mit der Stadtwette Station gemacht hatte, wurde jetzt im Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus laut. Dabei kamen verschiedene Punkte zur Sprache.
Thomas Labeschatzki (SPD) bemängelte vor allem, dass die Politik nicht frühzeitig mit ins Boot geholt worden sei. Man habe hinterher nur noch die Tatsachen akzeptieren können. Melanie Sudholz (CDU) kritisierte die hohen Kosten, die der Stadt entstanden seien. Sie ging von gut 20 000 Euro aus, hier sei die Frage, ob man sich das bei dem defizitären Haushalt habe leisten können. Weiterhin wurde kritisiert, dass das gas-tronomische Angebot an diesem Tag keine Beteiligung von Firmen aus der Region hatte. Jever-Bier habe man nur an der Hintertür erhalten. Anja Müller, allgemeine Stellvertreterin des Bürgermeisters, erklärte, dass eine schnelle Entscheidung nötig gewesen sei. Erst später sei bekannt geworden, dass es keine Möglichkeit geben würde, die Vertragsbedingungen zu beeinflussen, zu denen auch das Catering gehört habe. Die Bürgerhaus-Gastronomie habe nur deshalb am hinteren Tresen geöffnet sein können, weil der Wirt hier ein allgemeines Schankrecht habe. In den anderen Städten der Sommertour sei so etwas gar nicht möglich gewesen, berichtete Uwe Burgenger, Koordinator im Bürgerhaus.
Melanie Sudholz kritisierte weiterhin, dass man dem NDR gestattet habe, über das Aqua Toll zu berichten. Solche kritischen Punkte sollten in einem Fernsehbeitrag lieber nicht erwähnt werden. Auch hier habe es keine Wahl gegeben, erklärte Müller. Das Team habe sich in jeder Stadt, die auf der Tour besucht worden sei, einen Punkt gesucht, der nicht rund laufe. Sonst hätte man möglicherweise das Angebot komplett ablehnen müssen.
Insgesamt war man sich in der Politik aber einig, war das 'eine tolle Veranstaltung'. Heide Schröder-Ward vom Stadtmarketing erklärte, nach offiziellen Angaben seien rund 10 000 Leute an dem Tag in Schortens gewesen. 277 davon in Badebekleidung, was der Stadt den Sieg gegen den NDR gesichert habe. Zudem sei man eine ganze Woche lang im Fernsehen und Radio vertreten gewesen, bessere Werbung für die Stadt gebe es nicht.
