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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Schortens

Damit die Flut keinen Schaden anrichtet

21.10.2019

Schortens „Wenn Sie Besuch aus Bayern haben, gehen Sie mit denen auf den Deich und sagen Sie ganz laut ‚Danke‘. Denn auch die zahlen unsere Deiche mit“: Wie es um den Küstenschutz und die Deiche in Friesland bestellt ist, berichtete der stellvertretende Vorsitzende des III. Oldenburgischen Deichbands Hans-Heinrich Schrievers jetzt beim Heimatverein Schortens.

Auch, dass fast alle Besucher des Vortrags Mitglieder im Deichband sind, dürfte manchem im Saal gar nicht klar gewesen sein. Jeder Küstenbewohner, der Grundbesitz hat, der weniger als 5 Meter über Normalnull liegt, muss an den Deichband zahlen – allerdings weniger als zehn Euro pro Jahr. Dass davon Deiche nicht gebaut werden können, versteht sich von selbst.

Deshalb werden die Kosten für den Bau von Bund und Land getragen. Und die EU finanziert die Zuwegungen zu den Deichen. Die Kosten für den Deichbau sind erheblich, machte Schrievers deutlich. Der gerade fertiggestellte Abschnitt zwischen Schillig und Harlesiel hat mal eben 56 Millionen Euro gekostet.

Dass sich das Klima verändert, kann auch Schrievers bestätigen. „Hatten wir früher im Schnitt zwei Sturmfluten pro Jahr, können wir heute von bis zu zehn pro Jahr ausgehen.“ Und das sei gerade im Jadebusen gefährlich: Wenn der Sturm das Wasser in die Jade hineindrückt und es über mehrere Tage nicht richtig abfließen kann, türmt sich die Flut immer höher auf. Deshalb sind die Deiche bei Dangast mit etwa zehn Metern deutlich höher als anderswo.

Das Geld der Mitglieder fließt in die Pflege der Deiche. So müssen regelmäßig angespülte Pflanzen entfernt werden. Sie würden beim Verrotten die Grasnarbe am Fuß des Deichs zerstören. Und seit der Flut 1962 hat man hier von den Holländern gelernt, dass Schafe die besten Deichpfleger sind. 6000 von ihnen tummeln sich auf Frieslands Deichen.

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