SCHORTENS - Demenz und Alzheimer würden oftmals tabuisiert. 'Die Gesellschaft muss ihren Umgang mit diesen Krankheiten ändern', forderte am Mittwoch Anne Bödecker. Die stellvertretende Bürgermeisterin dankte im großen Saal des Bürgerhauses besonders Gisela Janssen und Barbara Steinbach als Initiatoren des Mittwochskinos, dass sie diese Problematik mit Hilfe des Films 'Still Alice' in den Fokus gerückt haben.

Rosemarie Groß, Vorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft Wilhelmshaven-Friesland, berichtete, dass sich vor 20 Jahren pflegende Angehörige zu diesem Verein zusammengeschlossen hätten. Denn es gebe Möglichkeiten, das Leben der Demenzkranken zu verbessern. Außerdem würden Gesprächsforen angeboten.

Gisela Janssen hatte zusammen mit Barbara Steinbach den Kinonachmittag eröffnet. Die Kinofreunde wollten 'Transparenz schaffen' und erreichen, dass diese Krankheit wahrgenommen wird, die 'mehr Unterstützung benötigt', so Janssen. Von der Politik werde dies in den vorhandenen Gesundheitsreformen nicht berücksichtigt, eher 'vernachlässigt', meinte Gisela Janssen.

In dem Film 'Still Alice' wird das Leben ohne Vergangenheit dargestellt.

Im Anschluss an den Streifen stellte sich Rosemarie Groß als Beratungsfachfrau zur Verfügung.