SCHORTENS - Das bekannte Akkordeon-Orchester Schortens ist inzwischen 60 Jahre alt geworden. Es ist im kulturellen Leben eine feste Größe und hat in sechs Jahrzehnten keinesfalls an Schwung verloren. Das Jubiläum wurde mit einem Kommers in der Gaststätte 'Friesen-Hof' gefeiert, wo Vorsitzende Elsbeth Harms besonders die Vizepräsidentin des deutschen Harmonika-Verbandes, Isolde Alka, begrüßte.

Das Akkordeon-Orchester Schortens wurde im Oktober 1953 gegründet. Erster Dirigent und Initiator war Albert Hörcher, dem nach fünf Jahren Fritz Skalsky folgte. Danach hatten Herbert Hinrichs und Hermann Buchholz die musikalische Leitung. Besonders kontinuierlich lief die Arbeit von 1969 bis 2003 mit Kurt Westphal und Klaus Westphal, denen dann Hartwig Oldenettel folgte, der bis heute mit Umsicht und Tatkraft die musikalische Leitung hat.

Neben dem 1. Akkordeon-Orchester entstand 1987 das 2. Akkordeon-Orchester in Schortens, welches von Helmut Redenius mitbegründet und viele Jahre auch geleitet wurde. Zum Ende des Jahres 2012 wurde beschlossen, dieses Orchester aufzulösen und die Aktiven in das erste Orchester zu übernehmen. So gibt es in Schortens seit Jahresbeginn nur noch das 'Akkordeon-Orchester Schortens' mit einer durch den Zusammenschluss deutlich verstärkten Spielerschar, die jetzt gemeinsam feierte.

Dabei waren auch die Mitbegründer Annemarie Zeuske und Helmut Redenius, die am Festabend besonders begrüßt wurden, wo herauszustellen ist, dass Annemarie Zeuske das einzige Gründungsmitglied ist, welches heute noch aktiv am Spielbetrieb des Orchesters beteiligt ist. Ihr fiel dann auch die Aufgabe zu, einen Rückblick auf die sechs Jahrzehnte zu geben, in denen das Schortenser Orchester besteht. Von sehr vielen Höhepunkten und großen Konzerten mit bis zu 1300 Gästen hatte Annemarie Zeuske zu berichten. Diese großen Veranstaltungen wurden in früheren Jahrzehnten in der mit viel Mühle zum Konzertsaal umfunktionierten Sporthalle Jungfernbusch durchgeführt.

Das Akkordeon-Orchester Schortens ist in sechs Jahrzehnten weit über die Grenzen des friesischen Raumes bekannt geworden.

Orchesterfahrten führten nach Berlin, Bremen, Bonn, Bingen und Essen, aber auch einmal nach Vilnius in Litauen.

Auch Fernsehauftritte gab es wie zum Beispiel in der NDR-Sendung 'Talk up platt'. Insgesamt hat das Orchester einen großen Beitrag zum kulturellen Leben in Schortens geleistet.

Viele Schüler wurden im Laufe der Jahre ausgebildet, wobei die Ausbilder immer aus eigenen Reihen kamen. Viele Aktive haben in den sechs Jahrzehnten zum Erfolg beigetragen, denen jetzt ein Dank ausgesprochen wurde. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden. Dazu baut das Orchester auf seinen Dirigenten Hartwig Oldenettel, der sich während seiner zehnjährigen Schaffensphase eine große Wertschätzung erworben hat.

Vizepräsidenten Isolde Alka lobte die Arbeit der Schortenser Akkordeonspieler. Sie nahm die Ehrungen vor. Für den Einsatz von zehn Jahren als Dirigent bekam Hartwig Oldenettel die silberne Dirigentennadel. Für zehnjährigen Einsatz wurden Lars Gerdvordermark und Werner Weiß, für 20 Jahre Johann Jakobs, Manuela Menzel, Ralf Pietruschka, Johann Reiners und Waltraud Schimkus ausgezeichnet. Die Nadel für 30-jährige Aktivität ging an Silke Pietrschka und Frieda Uphoff, für 50 Jahre an Werner Stubenrauch und an Roswitha Gerhken und schließlich die Sondernadel für 60 Jahre an Annemarie Zeuske. So gab es viele Gründe zum Feiern.