SCHORTENS/OLDENBURG - Schortens/Oldenburg/lr Oliver Wolters aus Schortens, Vanessa Wiechert aus Stadland und Lena Nordmann aus Friesoythe gehören zu den 250 Jugendlichen, die im Rahmen der Aktion „Szenenwechsel“ von Diakonie und Caritas eine Woche ihrer Osterferien geopfert haben, um in einer sozialen Einrichtung zu arbeiten. 170 soziale Einrichtungen zwischen Nordsee und den Dammer Bergen hatten sich beteiligt.
Als Belohnung für ihren Einsatz durften die drei Jugendlichen jetzt einen Tag lang Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff auf seiner Sommerreise in Oldenburg begleiten. Damit löste Wulff ein Versprechen ein, das er bei der Übernahme der Schirmherrschaft des diesjährigen Szenenwechsels gegeben hatte.
Wulff forderte dazu auf, ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen stärker zu würdigen. „Zu oft werden bei Einstellungen nur Zeugnisse betrachtet“, bemängelte Wulff. Zu selten werde beachtet, was jemand neben seiner Schulzeit ehrenamtlich gemacht hat. Natürlich hätten manche junge Leute auch Defizite auszugleichen. „Doch Fehler in der Schullaufbahn rechtfertigen nicht, endgültig über die Lebenschancen dieser Leute zu richten“, so Wulff.
Den 250 Teilnehmern der diesjährigen „Szenenwechsel“ sprach der Ministerpräsident ein ganz hohes Maß an Motivation zu, da sie in ihren Ferien in Einrichtungen mitgeholfen haben.
Auch Diakonie-Vorstand Wolfgang Bartels lobte die Aktion. „Nicht alle Jugendliche, die in den Osterferien dabei waren, werden später bei Diakonie oder Caritas arbeiten“, so Bartels. „Aber so wissen sie, wie wichtig die Arbeit ist, die soziale Einrichtungen leisten.“
Die drei Jugendlichen zeigten sich vom gemeinsamen Tag mit dem Ministerpräsidenten durchaus beeindruckt. Es sei aufregend und sehr nett gewesen, sagten sie.
