Schortens - Hat sich Michel Förster tatsächlich auf den Weg nach Helgoland gemacht und dort bei einem Sprung von der Klippe seinem Leben ein Ende gesetzt? Der erfolglose Künstler, der zuletzt nur vom Erbe des Vaters lebte und längst finanziell am Ende war, ist verschwunden. Seine geliebte Ehefrau Regina (Nicole Weiß) findet am Morgen seinen Abschiedsbrief. Und es dauert nicht lange, da taucht Michels lange verschollener Zwillingsbruder Max (Ingo Förster) auf. . .
As Phönix ut de Asch gibt es noch fünfmal im Bürgerhaus Schortens zu sehen. Alle kommenden vier Aufführungen beginnen um 20 Uhr, die Abschlussvorstellung am 27. Oktober beginnt bereits um 15 Uhr.
Zu sehen gibt es die Krimikomödie das nächste Mal am Freitag, 18. Oktober,
Sonntag, 20. Oktober,
Dienstag, 22. Oktober, Freitag, 25. Oktober sowie Sonntag, 27. Oktober.
Karten sind im Vorverkauf für 9,50 Euro sowie für 10,50 an der Abendkasse im Bürgerhaus Schortens erhältlich.
Mit der Krimikomödie „As Phönix ut de Asch“ hat sich die Heimatbühne Schortens zurückgemeldet und im Bürgerhaus die Premiere ihres neuen Stückes gefeiert. Ursprünglich war die Komödie von Rolf A. Becker schon für die vergangene Spielzeit vorgesehen, doch krankheitsbedingt hatte die Heimatbühne damals alle Aufführungen absagen müssen. Unter Regie von Thorsten Fette, der auch schon die vergangenen Stücke seit 2015 inszenierte, und mit veränderter Besetzung ging es nun endlich auf die Bühne. Gespielt wird wie immer up Platt.
Die Premiere war allerdings schwächer besucht als sonst: Vermutlich hatte die zeitgleich angesetzte Dörp-Revial-Party der Heimatbühne viele Besucher abgejagt. Fünfmal gibt es das Stück aber noch zu sehen (siehe Infokasten).
Als ein Kommissar (Olaf Siehl) bei der vermeintlichen Witwe auftaucht, hat der ein paar ans Ufer gespülte Habseligkeiten ihres Mannes dabei. Und er hat viele Fragen. Denn ein von Michel Förster auf der Insel aufgegebenes Telegramm und die bei einer Juwelierin (Sabine Jungenitz) veräußerten Schmuckstücke passen so gar nicht in den vorgegaukelten Tatablauf. Ganz abgesehen davon, dass es keine Leiche gibt. Auch Reginas neugierige Nachbarin Hella (Louisa Radowski) hat da so ihre Zweifel. Die werden größer, als sich Max und Regina näher kommen und der sich immer öfter verplappert.
Dann taucht plötzlich noch ein weiterer Max auf und behauptet, Michels Zwillingsbruder zu sein. Der Kommissar wittert ein Mordkomplott. Man braucht natürlich keinen sonderlich großen kriminalistischen Spürsinn, um das Verwirrspiel zu durchschauen.
Das Stück ist insgesamt etwas zu statisch. Viele Szenen spielen sich am Stubentisch ab, an dem immer Tee oder Kaffee oder Wein getrunken werden muss. Dadurch gibt es die eine oder andere vermeidbare Länge.
