SCHORTENS - Ein Bild vom Zustand der HFC-Sportanlagen hat sich der SPD-Ortsverband am Montag gemacht. Die Fußballplätze in Schoost und im Klosterpark müssen saniert werden. Platzpfleger Matthias Klaus führte die 15 SPD-Mitglieder zunächst über den Platz in Schoost, bevor es zum Hauptanliegen in den Klosterpark ging. Dieses Gelände gehört der Stadt.

In Schoost gleiche der Fußballplatz einer Anfänger-Skipiste. 'Einen halben Meter Höhenunterschied gibt es zwischen den Enden der Anlage', sagte Klaus. Hinzu komme, dass keine Drainage verlegt wurde, so dass das Regenwasser schlecht abfließen könne. Die Kosten seien hoch, um den Platz bespielbar zu halten, schilderte der Platzwart. Hauptsächlich die F- bis G-Jugend spielten und trainierten in Schoost, aber auch da kämen jährlich schon 1000 Stunden zusammen.

Die älteren Spieler gingen auf die Anlage im Klosterpark. Nach den Worten von Spartenleiter Hans-Dieter Weist falle der Schlackeplatz öfter aus als der Rasenplatz. 'Wir sind mit dem Platz eingeschränkt; effektiv können wir nur einen nutzen.' Favorit des Vereins sei ein Kunstrasenplatz wie in Sande und Jever. Das seien aber Kosten, die die Stadt nicht alleine tragen könne. 'Es kneift an allen Ecken bei der Stadt', verwies SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Borkenstein auf die Haushaltslage. 800 000 Euro würden beim Klosterpark anfallen, dazu gehöre noch nicht die Renovierung des Vereinsgebäudes. In Schoost wären es etwa 250 000 Euro. Die Kostenschätzung hatte der Verein 2011 vorgenommen.

Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung habe der Verein noch nicht beim Landkreis gestellt, wie Borkenstein auf Nachfrage herausfand. 'Da müssen sie missionarisch tätig werden', sagte er. Der Landkreis hatte bei den Anlagen in Jever und Sande einen Teil der Kosten übernommen. HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer wunderte sich, dass der Verein einen Antrag stellen müsste, obwohl die Anlage der Stadt gehöre und sie für den Erhalt zuständig sei.