Schortens - Die Arbeit mit ihnen war immer aufregend - und das meine ich durchweg positiv. Mit diesen Worten verabschiedete Schortens Bürgermeister Gerhard Böhling gestern die Gleichstellungsbeauftragte Doris Fuhlbohm in die Altersteilzeit. Ihre Nachfolgerin wird derzeit gesucht, die Stelle wird aber wieder hauptamtlich besetzt.

Zur Verabschiedung von Doris Fuhlbohm waren neben Vertretern aus Rat und Verwaltung auch ehemalige Weggefährten ins Rathaus gekommen. So hatten es sich der ehemalige Gemeindedirektor Wolfgang Schmitz und der langjährige Bürgermeister Peter Torkler nicht nehmen lassen, sich von der ehemaligen Frauenbeauftragten persönlich zu verabschieden - unter diesem Titel war Doris Fuhlbohm 1994 eingestellt worden. In Schortens war sie da schon keine Unbekannte mehr. Von 1978 bis 1981 hatte sie als Leiterin des Jugendfreizeitheims Pferdestall am Aufbau mitgewirkt und ein Konzept für die Jugendarbeit erstellt.

Nach 13 Jahren als Leiterin des Frauenhauses in Wilhelmshaven kehrte sie 1994 nach Schortens zurück. Ich wollte die Stelle unbedingt haben, erzählte sie. Das hat offenbar auch der Personalrat gemerkt. Für 18 Jahre und elf Monate füllte sie den Job aus - mit viel Engagement und großem Erfolg. Sie haben viel bewegt und etabliert, sagte Böhling und nannte die Veranstaltungen zum Frauentag oder zum Equal Pay Day und die Netzwerkfrauen als Beispiele. Ihre Arbeit sei auch für andere Kommunen Vorbild gewesen. Ich wurde oft darauf angesprochen, wie viel Glück wir mit unserer Gleichstellungsbeauftragten hatten, so der Bürgermeister. Er schätze ihre kämpferische aber stets sachliche Art: Sie hatten immer einen Blick für das Machbare.

Doris Fuhlbohm blickte auf die knapp 19 Jahre im Amt zurück.