Schortens - Zu einem Gespräch über den Schienenersatzverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg hatte der Vorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktion, Uwe Burgenger, unter anderem die bahnpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Dr. Valerie Wilms, ins Schortenser Bürgerhaus eingeladen.
Zuvor hatte sie sich in Wilhelmshaven den JadeWeserPort und in Sande den geplanten Verlauf der Bahnumfahrung angesehen.
Neben zahlreichen Grünen-Ratsvertretern aus der Region nahmen an der Abendveranstaltung auch der Geschäftsführer der Verkehrsregion Ems-Jade, Tilli Rachner, und der Vorsitzende der Regionalgruppe von Pro Bahn, Hans-Joachim Zschiesche, teil.
Viele Reisende seien aufs Auto umgestiegen, berichtete Hans-Joachim Ziesche. Ab Dezember werden wieder Züge fahren, aber schon im Frühjahr soll an drei Abenden und an insgesamt elf Wochenenden die Strecke erneut gesperrt werden. Alle Beteiligten forderten mehr Planungssicherheit und sowenig Sperrungen wie möglich für den Personenverkehr. Für den dritten Bauabschnitt regte Tilli Rachner an, eine Baustraße bzw. ein Baugleis einzurichten. Dies würde die Zahl der Sperrungen erheblich verringern.
Noch schwieriger werde die Situation in Oldenburg werden, wo sich schon jetzt erheblicher Widerstand bei Anwohnern der Strecke abzeichnet. Dr. Wilms forderte von der Bahn ein transparentes, frühzeitiges Zugehen auf die Bürger. Bislang würden Bürger meist erst beteiligt, wenn die Planung bereits feststehe. In der Folge käme es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen und jahrelangem Tauziehen.
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