SCHORTENS - Die Entwicklung der Finanzen der Stadt Schortens bereiten Rat und Verwaltung Sorgen: Um alle vorgesehenen Investitionen auch tätigen zu können, wird die Stadt um eine Netto-Neuverschuldung wohl kaum herumkommen. Das ist das Resümee der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses.
Stadtkämmerer Winfried Schulte konnte zwar einen Anstieg am städtischen Anteil der Einkommensteuer um rund 360 000 Euro auf etwa 5,7 Millionen Euro vermelden. Aber wie gewonnen, so zerronnen: Bei der Gewerbesteuer brechen die Einnahmen weg. 590 000 Euro seien es weniger als im Vorjahr. In der Folge falle auch die Gewerbesteuerumlage um etwa 160 000 Euro geringer aus.
Bürgermeister Gerhard Böhling geht dennoch davon aus, einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Der wird allerdings erst im Februar verabschiedet – Grund sind geplante Gesetzesänderungen im niedersächsischen Finanzausgleich. Zudem wolle die Verwaltung noch die Zahlen der Steuerschätzung abwarten.
