SCHORTENS - Ganz selbstbewusst trat Ezzat Kouzi als erster Redner ans Mikrofon, begrüßte die Gäste und erzählte eigentlich nur, dass er jetzt in Roffhausen wohnt, dort in die Grundschule geht und noch lieber, als zur Schule zu gehen, Fußball spielt. Dass er und seine Familie aus Syrien stammen und er fließend auf Deutsch seine kleine Ansprache im Bürgerhaus hielt, machte die Begrüßung schon zu einem sehr emotionalen Moment.
Und das hielt auch im weiteren Verlauf des Abends an. Zwei Heimatländer, Syrien und Eritrea, aus denen viele in Schortens lebende Migranten stammen, den Schortenser Bürgern vorzustellen, dies hatten sich die Organisatoren auf Initiative von Hartmut Spieker von den Integrationslotsen vorgenommen. Zusammen mit Felicia Riethmüller, Hutham Hussein, Hanna-Maria Paul und Alena Beck haben sie über Monate diese Präsentation erarbeitet.
Was Abdullah Hazaa, Ayham Al Taani, Bashar Farra und Ammar Shuzri dann im Wechsel über ihr Heimatland berichteten, ist von den Fakten leider aus den Medien jedem nur zu gut bekannt. Doch es macht einen großen Unterschied, wenn ein junger Mann erzählt, dass er eigentlich eine glückliche Kindheit hatte, Schule und Studium erfolgreich absolviert hat und dann vor dem Krieg im eigenen Land fliehen muss.
